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MV aktuell Vom Straßengraben zum Schlachthof
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00:00 20.03.2013
Von Kristina Schröder
Zickhusen

Kein Schwein gehabt: Die 97 Schweine, die am Montagmorgen einen Verkehrsunfall auf einer verschneiten Straße bei Zickhusen (Nordwestmecklenburg) überlebt haben, sind nicht mit dem Schrecken davongekommen. Nachdem sie aus dem Fahrzeug geborgen wurden, sind sie in einen anderen Transporter verladen und zu ihrem Bestimmungsort gebracht worden: einem Schlachthof im brandenburgischen Perleberg.

Insgesamt 180 Schweine hatte der Tierlaster an der Bord, als er am frühen Morgen auf die rechte Seite kippte. Der Fahrer wollte auf spiegelglatter Straße dem Gegenverkehr ausweichen. Dabei sollen sich die Schweine auf eine Seite verlagert und so das Fahrzeug zu Fall gebracht haben (die OZ berichtete). Laut Auskunft des Landkreises Nordwestmecklenburg sind 69 Tiere bei den Unfall getötet worden. Die meisten erstickten — unter der Last anderer Tiere. Die standen auf mehreren Zwischenböden.

Während die 97 überlebenden Vierbeiner von freiwilligen Helfern umgeladen wurden, mussten 14 Tiere im Straßengraben notgeschlachtet werden. „Sie waren verletzt und nicht mehr transportfähig“, erklärt Landkreis-Pressesprecherin Petra Rappen. Übernommen hätten diese Aufgabe Mitarbeiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes. Die werden neben Polizei und Feuerwehr immer gerufen, wenn Tierlaster verunglücken. Denn: „Wir dürfen die Tiere nicht töten, das müssen Experten machen“, so Polizei- Pressesprecherin Isabel Wenzel.

In Zickhusen kam bei der Notschlachtung im Straßengraben ein Bolzenschussgerät zum Einsatz. Zu Wurst oder Kotelett werden die Schweine aber nicht mehr verarbeitet. „Das Fleisch ist nicht für den Verzehr geeignet“, erklärt Klaus Neubauer von der Landesinnung des Fleischerhandwerks MV. Grund: Es sei blutdurchzogen und nicht richtig gekühlt. Es könne aber industriell genutzt werden. „Zum Beispiel für die Herstellung von Seife oder Reinigungsmitteln“, ergänzt Neubauer.

Wie Karl-Heinz Klamt, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Landkreises Nordwestmecklenburg, berichtet, würden viele Schweine bei Verkehrsunfällen ersticken, während Rinder meist Knochenbrüche erleiden. Die größte Chance ohne große Verletzungen zu überleben habe Geflügel, weil das in speziellen Käfigen transportiert werde.

Kerstin Schröder

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