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MV aktuell Illegales Autorennen: Deshalb rasten 150 Sportwagen über die A 20 in MV
Nachrichten MV aktuell Illegales Autorennen: Deshalb rasten 150 Sportwagen über die A 20 in MV
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21:25 02.05.2019
Wegen des Verdachts auf ein illegales Autorennen auf der A20 werden Dutzende Autos von der Polizei auf der Raststätte Fuchsberg östlich von Wismar kontrolliert. Quelle: Bernd Wüstneck / dpa
Rostock

Etwa 150 Sportwagen, die am Donnerstag mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde über die A  20 rasten, sind ins Visier der Polizei geraten. Wie die Polizei berichtete, wurden bei der Raststätte Fuchsberg östlich von Wismar 122 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen. Darunter waren wohl zahlreiche Ferrari, Lamborghini und weitere Edelmarken.

Dei Polizei geht davon aus, dass zuvor noch mehr Autos unterwegs waren. Bis zu 50 Fahrer hätten wohl ihre Fahrweise angepasst, um nicht aufzufallen und seien so durchgeschlüpft. Im Osten das Landes wurden vom Polizeipräsidium Neubrandenburg jedoch zunächst nur eine Handvoll Sportwagen festgestellt.

Mehr als 100 Sportwagen, die mit Geschwindigkeiten von um die 250 Kilometer pro Stunde über die Autobahn 20 in MV rasen, sind ins Visier der Polizei geraten. Bei der Raststätte Fuchsberg östlich von Wismar sind rund 40 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen worden.

Raser sollen auf Standstreifen überholt haben

Die A 20 in Mecklenburg-Vorpommern ist zu großen Teilen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung befahrbar. Die Polizei sei von besorgten anderen Autofahrern verständigt worden, sagte die Sprecherin. Die Zeugen hätten berichtet, dass die Autos mit teils erheblicher Geschwindigkeit und rücksichtslosem Verhalten unterwegs seien. Manche Unbeteiligte seien auch bedrängt worden. Auf der Facebook-Seite der OSTSEE-ZEITUNG berichtete eine Leserin, sie sei von einem der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit auf dem Standstreifen überholt worden.

Ein dpa-Reporter berichtete von der Raststätte Fuchsberg, dass die meisten der teuren Luxusautos norwegische Kennzeichen hatten. Sie trugen zudem die Aufschrift „Eurorally“. Im Internet wird beschrieben, dass die Strecke von Oslo über Kiel und Stettin nach Prag führen sollte. Falls diese Angaben zutreffen, sollte die Fahrt am Donnerstag um 9.15 Uhr in Kiel beginnen und nach 4,5 Stunden im mehr als 400 Kilometer entfernten polnischen Stettin enden.

Teilnehmer zahlen 800 Euro Gebühr

Die Autofahrer an der Raststätte hätten sich zumeist entspannt, freundlich und zurückhaltend gezeigt, berichtete der Reporter. Im Internet wird die „Eurorally“ als eine Ereignis für Auto-Enthusiasten bezeichnet. Die Teilnehmer zahlen für den Trip bis zu 799 Euro.

Bei der „Eurorally“ handelte es sich laut Polizei möglicherweise um ein illegales Autorennen. Dementsprechend werde wegen des Vorwurfs eines verbotenen Autorennens und Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Es gelte nun zunächst sicherzustellen, dass kein weiteres Rennen mehr gefahren wird, sagte die Sprecherin.

Weiterfahrt unterbunden

Die festgehaltenen Autos sollten allesamt abgeschleppt werden. „Die Weiterfahrt wird definitiv unterbunden“, so die Polizeisprecherin weiter. Den Fahrern wurden Taxis und Hotelzimmer vermittelt. Sie dürfen wohl erst am Freitagmorgen weiterfahren. Damit wird die laut Internet für Donnerstagabend, 22.00 Uhr, im „besten Nachtclub Stettins“ geplante Party wohl mit deutlich weniger Teilnehmern stattfinden als geplant.

Entlang der Autobahn waren mobile und stationäre Kontrollstellen eingerichtet worden, zwei Hubschrauber unterstützten die Aktion. Es waren Polizisten beider Präsidien in Rostock und Neubrandenburg sowie der Bundespolizei im Einsatz. Meldungen über Unfälle lagen zunächst nicht vor.

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Joachim Mangler / dpa