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MV aktuell Von Parchim nach Malchow und zurück: Die Südbahn darf weiterfahren
Nachrichten MV aktuell Von Parchim nach Malchow und zurück: Die Südbahn darf weiterfahren
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21:42 18.11.2019
Ein Triebwagen der Hanseatischen Eisenbahngesellschaft fährt in den Bahnhof von Karow (Mecklenburg-Vorpommern) ein. Quelle: dpa
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Schwerin

Der Abriss der Südbahntrasse ist vom Tisch. „Die Stilllegung ist abgewendet, die Bagger können zu Hause bleiben“, sagte der Chef der Schweriner Staatskanzlei, Heiko Geue (SPD), nach einem erneuten Gespräch zur Zukunft der Strecke am Montag in Schwerin. Die Landesregierung beteilige sich an den Investitionen von rund 9,5 Millionen Euro sowie jährlichen Kosten von zwei Millionen Euro, sagte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD).

Der Zugverkehr auf der Strecke Parchim-Malchow war wegen mangelnder Auslastung 2014 eingestellt worden. Eine Bürgerinitiative kämpft seither für dessen Wiederaufnahme und sorgte bereits in diesem Sommer und in den beiden Jahren zuvor für einen Saisonbetrieb. Nun ist die Zukunft der Trasse bis 2027 gesichert.

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Bessere Vernetzung von Bus und Bahn geplant

In der Hauptsaison - von Himmelfahrt bis Ende August - fahren an den Wochenenden jeweils samstags und sonntags drei Züge von Parchim über Karow nun nicht mehr nach Malchow, sondern nach Plau am See. Auch eine bessere Vernetzung von Bus und Bahn ist geplant, wie Pegel berichtete.

Einen Erfolg nannte Clemens Russell von der Initiative Pro Schiene das Ergebnis. „Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass die Züge wieder nach Malchow durchfahren“, sagte er. „Es ist aber ein Erfolg, dass die Streckenstilllegung verhindert wurde und dass es ein Mehr an Busleistungen geben wird.“ Auch die angepeilte engere Verzahnung der Bahn- und Busangebote sei ein richtiger Weg.

Linke: Pendler bleiben auf der Strecke

Von einem Halt auf halber Strecke sprach die Linksfraktion im Schweriner Landtag. „Trotz aller Erleichterung, dass die Streckenstilllegung der Bahn vom Tisch ist, reichen die Zugeständnisse vom Land gerade einmal aus, den Zug anfahren zu lassen und ihm Halt auf halber Strecke zu verordnen“, kritisierte die verkehrspolitische Sprecherin Mignon Schwenke.

Auf der Strecke blieben etwa die Pendler, betonte Schwenke. „Zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder Einkauf wird aus und in die Region weiterhin niemand zwischen Parchim und Malchow die Bahn nutzen können. Das ist halbherzige Verkehrspolitik und macht es schwer, die Fahrgastzahlen zu erreichen, die das Land dazu bringt, die Strecken wieder zu bedienen.“ Ziel müsse die durchgängige Südbahn mit Anbindung von Plau am See „oder besser gleich mit Nord-Südverbindung nach Nordbrandenburg“ sein.

Die Freien Wähler begrüßten „das Einlenken der Landesregierung“. „Ein großer Erfolg auch für die Bürgerinitiativen und engagierten Einwohner unseres Landes, die jahrelang und hartnäckig für ihre "Südbahn" gekämpft haben“, erklärten sie.

Dem Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen reichen die Maßnahmen nicht. „Ambitionierte, zukunftsweisende Verkehrspolitik für Jung und Alt auf dem Land sieht anders aus: Wir wollen, dass die Südbahn wieder auf der gesamten Strecke fährt, ganzjährig“, forderte Landesvorstandsmitglied Jana Klinkenberg. Die Landesregierung sollte nicht die Bedürfnisse der Touristen über die der Einheimischen stellen – „genau das impliziert der Saison-Fahrplan aber leider einmal mehr“.

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Von dpa