Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Von Warnemünde nach Sydney: Model aus MV jettet um die Welt
Nachrichten MV aktuell Von Warnemünde nach Sydney: Model aus MV jettet um die Welt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 15.06.2019
Leni Rabbel (23) aus Warnemünde ist ein gefragtes Model, das schon für Joop- und Fielmann-Kampagnen gebucht wurde. Quelle: Frank Söllner
Rostock

Leni Rabbel (23) aus Rostock hat geschafft, wovon viele Mädchen träumen. Vier Jahre lang ist sie hauptberuflich als Model durch die Welt getingelt, zeigte bei Shootings und auf Fashion-Shows in aller Welt ihre langen Beine und ihr schönes Gesicht. Mit Erfolg: Leni Rabbel ist beispielsweise ein Gesicht der aktuellen Fielmann-Kollektion. Außerdem war sie in der deutschen Modezeitschrift Vogue zu sehen, lief über den Laufsteg der Pariser Fashion Week und wurde 2016 für eine Joop-Kampagne auserwählt.

Begonnen hat Lenis Laufstegkarriere mit 17 Jahren, als sie ihr Abi in der Tasche hatte. Aber bereits während der Schulzeit im Alter von 13 Jahren wurde sie immer wieder angesprochen, ob sie modeln möchte. „Es war mir aber wichtig, das Abi zu machen. Ich war eine kleine Streberin“, sagt die schöne Rostockerin heute. Außerdem hätten auch ihre Eltern darauf bestanden, dass sie die Schule abschließt.

Bilder aus dem Modelleben von Leni Rabbel:

Für ihre Follower ist sie unter dem Namen „lenilicious“ bekannt, für Familie und Freunde einfach nur als Leni: Diese Rostocker Influencerin bloggt jetzt für die OZ.

Sich in fremden Städten allein durchsetzen

Ihr Vater ist in der Hansestadt kein Unbekannter: Jörg-Uwe Neumann ist seit 2009 Leiter der Kunsthalle Rostock. Die jüngste Ausstellung „Palast der Republik – Utopie, Inspiration, Politikum“ hat es kürzlich sogar in die renommierte Zeitung „New York Times“ geschafft.

Nach dem Abitur, als ihre Mitschüler sich einen Studienplatz suchten, startete Anna-Lena, wie sie eigentlich heißt, direkt ins Model-Arbeitsleben. Mehrere Monate lebte sie in Städten wie Sydney, Paris, Barcelona und Mailand – immer in Model-WGs mit bis zu sieben anderen Frauen aus aller Welt, die von der großen Modelkarriere träumten. Kein einfaches Leben für ein so junges Mädchen, plötzlich völlig selbstständig zu sein, fernab von Familie und Freunden. „Das war schon auch einsam. Viele meiner Freunde gingen studieren oder gemeinsam feiern. Ich führte ein anderes Leben, hatte viel weniger Zeit, aber dafür mehr Geld.“ Dennoch sei für sie immer klar gewesen, dass sie jederzeit zurück könne. Anders als viele osteuropäische Mädchen, die sie kennengelernt hat – und die diese Wahl häufig nicht haben, weil sie mit dem Modeln Geld für eine ganze Familie verdienen.

Die Rostockerin Leni Rabbel (23) ist ein Gesicht der aktuellen Fielmann-Kampagne. Quelle: Fielmann

„Als Model braucht man ein dickes Fell“

Auch der Casting-Alltag hat es in sich. Zehn- oder Zwölf-Stunden-Jobs sind keine Seltenheit. Wie andere junge Frauen aus dem Modelbusiness schildert die 23-Jährige zudem, dass es bei den Castings oft nicht zimperlich zugeht. Zu große Nase, zu breites Becken. Die Auftraggeber mäkeln selbst an den Laufstegschönheiten gern herum. „Man braucht schon ein dickes Fell und darf nicht empfindlich sein. Aber das ist für mich kein Problem. Ich nehme das nicht für mich an“, sagt die junge Frau selbstbewusst.

Auch sonst ist Leni Rabbel anders als viele andere Models. „Ich mache beispielsweise keinerlei Sport und bin auch nicht besonders gut im Shoppen“, gesteht sie. Während sich andere Mädels in den WGs abends nach einem anstrengenden Casting-Tag mit einer Avocado begnügten, gönnte die Mecklenburgerin sich eine schöne Portion Nudeln mit Pesto – ohne dass ihre superschlanke Figur darunter leidet. Sie habe einfach Glück gehabt und gute Gene.

Vom Vollzeitmodel zur Politikstudentin

Das Modelleben habe sie allerdings gut aufs Leben vorbereitet, findet Leni. „Man verliert viele Ängste.“ Beispielsweise habe sie keinerlei Probleme mehr in Bewerbungssituationen. Der Beruf habe ihr außerdem früh ermöglicht, unabhängig von den Eltern zu sein, sich schöne Urlaube zu finanzieren und die freie Wahl zu haben, was sie wo studiert.

Denn nach vier Jahren Vollzeitmodel ging die Rostockerin neue Wege. „Ich wollte mehr mit dem Kopf aktiv sein, etwas recherchieren, Dinge erfahren, über die ich nichts weiß. Plötzlich hatte ich Lust, wieder mal ein Referat zu halten“, sagt sie lachend. Ohnehin ist die 23-Jährige eine Leseratte, die sich in ihrer freien Zeit oft in Bücher vertieft. Gerade beschäftigen sie Klassiker wie Oscar Wildes „Das Bildnis des Dorian Gray“ und Thomas Manns „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“. Seit zwei Jahren studiert das Fotomodel nun Politikwissenschaften und Publizistik in Berlin.

Zurück in die Heimat: Leni Rabbel startet Blog für die OZ

In all den Jahren fernab von MV hat sie ihre Heimat immer mehr zu schätzen gelernt, sagt Leni. Zur Ostseeküste hat die Rostockerin eine tiefe Bindung, kehrte auch aus dem Ausland so oft es ging nach Hause zurück – zu ihren Freunden und der Familie. In ihrer Patchwork-Familie hat sie fünf Geschwister. „Also genau genommen bin ich ja Warnemünderin“, korrigiert Leni Rabbel mit einem Augenzwinkern. Der feine kleine Unterschied, auf den viele Menschen in dem Ostseebad Wert legen. Den schönsten Blick habe man – auch wenn er kitschig sei – auf der Bahnhofsbrücke über den alten Strom. Hier weiß sie: Ich bin zu Hause angekommen.

Leni Rabbel will nach ihrem Studium gern ganz zurück nach Rostock und am liebsten im Journalismus arbeiten. Sie startet am Wochenende mit einem Blog, also einer digitalen Kolumne, auf www.ostsee-zeitung.de und wird ihren ersten Beitrag zum Rammstein-Konzert am Sonntag verfassen.

Viele Follower auf Instagram

In der digitalen Welt ist Leni bereits bestens vernetzt. Neben ihrem Studium ist sie vor allem als Instagramerin und Influencerin aktiv. Influencer sind Menschen, die eine starke Präsenz und viele Anhänger in sozialen Netzwerken haben und daher oft Werbeträger sind. 32 600 Menschen folgen Leni Rabbel derzeit auf Instagram – auf ihrem Account lenilicious.

Dort lässt sie die Welt an ihrem Leben teilhaben, ob im Urlaub in Thailand, zu Hause am Strand von Warnemünde, beim Posieren mit Freunden, beim gemütlichen Essen oder einfach nur beim Spaß haben. Sie wirbt auch mit Plakaten für den Tierschutz. Auf ihren Fotos präsentiert sie sich mal im Bikini, mal im lässigen Kleid. Oft im Leoparden-Look, dazu mit schlichten weißen Shirts und Chucks. Mal auch mit verstrubbelten Haaren. Gern zeigt sie sich ihren Followern sehr natürlich, ohne viel Make-up. Dem Modeln bleibt sie trotz Studium und Instagram weiter treu: „Es ist einfach der schönste Nebenjob der Welt.“

Virginie Wolfram

Ein vermeintlicher Prinz namens Mohammed Amzari Bin Abas aus Malaysia war zu Besuch in Rostock. Doch die Botschaft in Berlin kennt den Mann gar nicht. Ist er gar kein echter Adliger? Einige Indizien weisen darauf hin.

15.06.2019

Knapp 2,5 Millionen Euro bezahlten eine schwedische und eine niederländische Bank für Lila Bäcker. Die Filialen waren mit zwei Euro der günstigste Teil. Bis August soll der Betrieb weiterlaufen, das größte Risiko trägt wohl der Steuerzahler.

15.06.2019

Dr. Lorenzo Cremonese, Energieexperte am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung in Potsdam, geht kritisch mit Fracking-Gas aus den USA und Naturgas aus Russland um. Vor allem die Verluste des schädlichen Methans bei Förderung und Transport seien zu wenig erforscht.

14.06.2019