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MV aktuell Vorwurf Betrug: Ex-Manager der Volkssolidarität aus MV erneut vor Gericht
Nachrichten MV aktuell Vorwurf Betrug: Ex-Manager der Volkssolidarität aus MV erneut vor Gericht
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22:07 03.05.2019
Amandus K. saß 2013/14 schon einmal auf der Anklagebank im Rostocker Landgericht. Die Verurteilung hob der Bundesgerichtshof später auf. Jetzt startet ein neues Verfahren. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Rostock

Wegen Betruges und vorsätzlicher Insolvenzverschleppung muss sich der frühere Geschäftsführer der Volkssolidarität Bad Doberan/Rostock-Land ab Montag vor dem Landgericht Rostock verantworten. Amandus K. (68) soll als Geschäftsführer einer Sozial-Immobilienfonds GmbH unter dem Dach der Volkssolidarität in den Jahren 2004 und 2005 in 144 Fällen gewerbsmäßig betrogen haben, indem er Anleger mit hohen Renditen warb, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor. Das Geld war am Ende größtenteils verbrannt. Schaden: 1,1 Millionen Euro.

2014 verurteilte das Landgericht Rostock K. schon einmal dafür: drei Jahre, acht Monate Haft. 2017 hob der Bundesgerichtshof das Urteil aus formalen Gründen jedoch wieder auf. Begründung: Das Landgericht habe die Vielzahl von Taten zusammengefasst, anstatt jede einzelne rechtlich zu würdigen. Zudem hätten einige Geschädigte im Verfahren gehört werden müssen – dies sei nicht erfolgt.

Viele geprellte Anleger bereits verstorben

Dieses Mal will das Landgericht alles richtig machen. Es sollen möglichst viele Einzelfälle zur Sprache kommen, erklärt eine Gerichtssprecherin. Die Vorfälle liegen teils 15 Jahre zurück, wurden erst 2009 öffentlich. Ein weiterer Beschuldigter ging straffrei aus, weil er wegen Demenz nicht mehr verhandlungsfähig war.

Hunderte Anleger zweier Fonds und einer Stiftung verloren rund neun Millionen Euro. Viele Fälle sind verjährt, viele Geprellte bereits verstorben, andere haben die Hoffnung auf Schadenersatz längst aufgegeben.

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