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MV aktuell Katharina Barley für Wählen ab 16: „Was spricht dagegen?“
Nachrichten MV aktuell Katharina Barley für Wählen ab 16: „Was spricht dagegen?“
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16:47 17.05.2019
Ein Mann wirft seinen Stimmzettel in eine Wahlurne. Quelle: Silas Stein / dpa
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Rostock

Am 14. Mai ist Katarina Barley Gast des Politischen Salons der OZ. Anlässlich der anstehenden Europawahl stellt sich die SPD-Spitzenkandidatin in Rostock vor. Barley sprach sich in einem Gespräch mit der Passauer Neuen Presse für die Senkung des Wahlalters aus. Mit viel Lob für die Klimaschutzdemonstrationen „Fridays for Future“ sagte die Bundesjustizministerin: „Solche jungen Leute wünschen wir uns.“ Jugendlichen solle mehr politische Teilhabe ermöglicht werden, dazu gehöre, das Wahlalter ab 16 einzuführen.

In Rostock dürfen 16-Jährige für den Bürgermeister abstimmen. Wir haben Passanten in der Innenstadt gefragt, ob auch für die Europawahl das Wahlalter ab 16 eingeführt werden sollte.

Bernd Stabenow (63), Frührentner aus Rostock Quelle: Milo Muschlin

„Im Grunde spricht wenig dagegen“, sagt Bernd Stabenow (63). Der ehemalige Forscher aus Rostock führt weiter, der Eindruck der Jugendliche in der Politik habe sich verändert. „Durch Fridays for Future habe ich jetzt den Eindruck, die Jugendlichen wollen sich engagieren und wirklich aktiv mitgestalten.“ Früher sei dies nicht unbedingt so gewesen.

Annelie Eckers (19) Studentin aus Rostock Quelle: Milo Muschlin

Annelie Eckers (19) stimmt dem zu: „Wenn die 16-Jährigen auf die Straße gehen und für ihre Zukunft demonstrieren, dann sollten sie auch durch Wahlen für ihre Zukunft selbst bestimmen dürfen.“ Kritisch sieht die Rostocker Studentin jedoch, dass Jugendliche mit 16 vielleicht leichter zu beeinflussen sowie nicht stabil in ihrer eigenen Meinung seien.

Uwe Sievert (75), Rentner aus Nienhagen Quelle: Milo Muschlin

Für die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre ist auch Uwe Sievert (75): „Ich denke aber, wenn mehr Rechte kommen, sollten auch mehr Pflichten kommen.“ Als Beispiel führt der Nienhäger die Strafmündigkeit an. „Ist das der Fall, bin ich voll dafür.“

Inge Klaus (79), Rentnerin aus Rostock Quelle: Milo Muschlin

Inge Klaus (79) hätte es für sich damals nicht gewünscht: „Mit 16 waren wir noch nicht so weit.“ Nicht so wie die jungen Leute von heute es seien. „Da die Jugend sich für Politik zu interessieren scheint, ist es okay, wenn sie auch wählen dürfen.“ Die Rostockerin meint, die 16-Jährigen, die dann wählen gehen werden, interessieren sich dann auch wirklich dafür. „Sonst würden die jungen Leute ja zuhause bleiben.“

Lena Hackauf

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