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MV aktuell Wal-Coup: Bürgermeister wusste nichts
Nachrichten MV aktuell Wal-Coup: Bürgermeister wusste nichts
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06:00 28.05.2018
Kunstprojekt: Pottwal am Strand von Zingst
Kunstprojekt: Pottwal am Strand von Zingst Quelle: Thekla Oelke
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Zingst

Die Kunstaktion des belgischen Künstlerkollektivs „Captain Boomer“ mit einem täuschend echt wirkenden Plastik-Pottwal am Strand von Zingst (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat auch den Bürgermeister des Ostseeheilbades, Andreas Kuhn, völlig davon überrascht. „Ich habe gedacht: Donnerwetter! Pottwale in der Ostsee! Wer hätte das für möglich gehalten?“, sagte der CDU-Politiker. Die Aktion seiner Kurverwaltung, in die er nicht eingeweiht war, habe ihn ein wenig aus der Bahn geworfen. „Aber ich habe mich schnell gefangen.“

Andreas Kuhn wurde von der Kunstaktion des belgischen Künstlerkollektivs „Captain Boomer“ am Strand von Zingst überrascht. Die Kurverwaltung wollte damit auf die Probleme in den Meeren aufmerksam.

In der Nacht zum Freitag war die Attrappe des 15 Meter langen Wals aus Anlass des Umweltfotofestivals „Horizonte“ an den Strand gelegt worden. Danach hatte die Kurverwaltung eine Pressemitteilung herausgegeben, aus der hervorging, dass es sich um einen echten Wal handele. Selbst auf Nachfrage wurde diese Aussage zunächst nicht zurückgenommen. „So etwas polarisiert natürlich. Aber wir wollten deutlich auf die Probleme in den Meeren aufmerksam machen. Das kannst du nur mit solch spektakulären Aktionen“, begründete Peter Krüger, Chef der Kur- und Tourismus GmbH, am Wochenende den Wal-Betrug. „Die Geräusche, die Plastiktüten im Meer machen, gaukeln den Walen vor, dass es Futter ist. Die Tiere fressen das und verhungern mit vollem Magen.“

Thomas Pult

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