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MV aktuell Waldbrand: So ergeht es den Wölfen in Lübtheen
Nachrichten MV aktuell Waldbrand: So ergeht es den Wölfen in Lübtheen
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17:54 04.07.2019
Der im Mai 2015 geborene „Arno“ aus der Lübtheener Heide war der erste Wolf in MV, der einen Peilsender erhielt. Das Tier war im Dezember 2016 von einem Jäger illegal erschossen worden. Quelle: Stier/Meißner-Hylanova
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Lübtheen

Der Wildbiologe Norman Stier sieht das Wolfsrudel in der Lübtheener Heide durch den Brand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz nicht gefährdet. Die Telemetriedaten von Peilsendern aus den vergangenen Jahren hätten gezeigt, „dass die Kernlebensbereiche der Tiere in anderen Gegenden der Region liegen“, betonte der Koordinator des Wolfsmonitorings in MV.

Das Rudel – im vergangenen Jahr waren neben zwei Altwölfen mindestens drei Welpen bestätigt worden – nutze auch die südlich an der Grenze zu Brandenburg gelegene Kalißer Heide. Stier: „Ich gehe nicht davon aus, dass die Wölfe jetzt die Lübtheener Heide meiden.“

Ein erneutes Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hält die Region in Atem.

Halsbänder mit GPS-Sender

Aktuelle Informationen liegen dem Experten von der TU Dresden allerdings nicht vor, da zurzeit keine Tiere mit einem Peilsender ausgestattet seien. Als erster Wolf in MV war im Herbst 2015 der Rüde „Arno“ aus dem Lübtheener Rudel im Rahmen eines Wolfstelemetrieprojektes mit einem Halsband mit GPS-Sender ausgestattet worden. Ein Jäger hatte das Tier im Dezember 2016 illegal erschossen.

Sechs Rudel in MV

Nach Angaben von Norman Stier gab es beim letzten Monitoring im Nordosten sechs Rudel. Dabei gehen Experten von acht bis zehn Tieren – Altwölfe und Nachwuchs – aus. Für die aktuelle Bestandsaufnahme könne das Löcknitzer Rudel, das bislang wohl grenzüberschreitend zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Polen lebte, nicht bestätigt werden.

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