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20:16 25.03.2019
Kommentar von Frank Pubantz zur Kerosin-Steuer Quelle: Frank Söllner / Thomas Häntzschel
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Rostock

Steuern auf den Flugzeug-Treibstoff Kerosin – der Tenor eines Antrags für den SPD-Landesparteitag ist richtig. Dass das Fliegen als umweltschädliche Form des Reisens verschont wird, dürfte kaum jemand verstehen. Während Autofahrer weit über die Hälfte ihrer Benzinkosten ins Staatssäckel einzahlen, gilt das bei Kerosin nicht, obwohl gerade die fürs Fliegen nötigen großen Treibstoff-Mengen die Umwelt schädigen. Wer als Verbraucher glaubt, 29 Euro für einen Billigflug blieben ohne Folgen, der irrt. Das gilt aktuell übrigens auch für Kreuzfahrten. Hier muss eine Gesamt-Lösung für Europa her.

So richtig clever erscheint es aber nicht, dass die SPD das Thema Steuer kurz vor den wichtigen Kommunal- und Europawahlen aufmacht. Ehrlich ist es allemal, denn die Notwendigkeit einer „Verkehrswende“ (Grüne) sollte nicht von Terminen abhängen. Allerdings muss sich auch die SPD-geführte Landesregierung der Kritik stellen. Wer auf Landeskosten geschlossen nach Brüssel jettet und auch sonst bei Flugreisen eher klotzt als kleckert, das Fliegen für alle aber verteuern will, weil dies ökologisch sinnvoll sei, sollte nicht mit Beifall rechnen. Anderen Wasser predigen und selbst Wein trinken – das passt nicht.

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Frank Pubantz

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