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MV aktuell Weber will Nord Stream 2 verhindern: Das sagen die Menschen dazu
Nachrichten MV aktuell Weber will Nord Stream 2 verhindern: Das sagen die Menschen dazu
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19:04 25.04.2019
An Bord des Verlegeschiffes „Audacia“ des Offshore-Dienstleisters Allseas werden im Fließbandverfahren Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 verschweißt und auf dem Grund der Ostsee verlegt. (Archivfoto) Quelle: Bernd Wüstneck / dpa
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Rostock

Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei EVP, Manfred Weber (CSU), hat mit seiner Abkehr vom Groß-Projekt Nord Stream 2 für Aufsehen gesorgt. In einem Interview mit der polnischen Zeitung „Polska Times“ sprach sich Weber gegen den Bau der Gaspipeline aus, da er nicht im Interesse der EU sei. Wir haben uns umgehört, was die Menschen auf der Straße dazu sagen.

Diana Crombie (51), Herford, gelernte Industrie Buchbinderin Quelle: Alexander Stepanek

Diana Crombie (51) ist sich unsicher, stimmt Weber aber dennoch zu: „Ich bin eher dagegen, weil wir uns sonst von den Russen zu abhängig machen.“ Die gelernte Buchbinderin aus Herford meint aber auch, dass die wirtschaftliche Beziehung zwischen Deutschland und Russland durch den Bau der Pipeline positiv gefördert werden könne.

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Franziska Krempin (32), Rostock, Studentin Quelle: Alexander Stepanek

Als Umweltschützerin ist Franziska Krempin (32) aus Rostock gegen den Bau von Nord Stream 2: „Ich sehe besonders eine Gefahr für das maritime Ökosystem und die Meeresbewohner der Ostsee. Daher ist die Pipeline für mich eher ein Fluch.“

Manfred Rönnefahrd (70), Rostock, Rentner Quelle: Alexander Stepanek

Manfred Rönnefahrd (70) ist anderer Meinung: „Nord Stream 2 ist ein Segen. Wir brauchen das Gas, deswegen kann ich Weber nicht zustimmen.“ Der Rentner sagt weiter: „Ich bin für den Bau, weil dadurch auch mehr Arbeitsplätze entstehen.“ Die Leitungen wurden früher über Land und durch die Ukraine geführt, deswegen meint der Rostocker, das sie die wahren Leidtragenden seien. „Das Geld fällt der Ukraine jetzt ja weg.“

Philipp Harm (21), Rostock, Student Quelle: Alexander Stepanek

Der Rostocker Philipp Harm (21) sieht Manfred Webers Aussage kritisch: „Ich bin für freien Handel, daher ist die Pipeline nicht verkehrt.“ Der Lehramtsstudent stimmt Weber in dem Punkt zu, dass Deutschland nicht von Russland abhängig werden darf. Jedoch: „Solange es sich in einer guten Kooperation verhält, sehe ich in dem Bau einen Weg um wieder eine positive Handlungsbeziehung mit Russland aufzubauen.“

Am 1. Mai ist EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) Gast im OZ-Medienhaus. Anlässlich der anstehenden Europawahl am 26. Mai, stellen wir die wichtigsten Spitzenkandidatin im Politischen Salon der OZ vor.

Politischer Salon der OZ

OZ-Chefredakteur Andreas Ebel wird die Podiumsdiskussionen anlässlich der Europawahl leiten. Folgende Gäste stehen fest:

Manfred Weber (CSU) am 1. Mai um 12.30 Uhr

Katarina Barley (SPD) am 14. Mai um 19.30 Uhr

Helmut Scholz (Linke) am 21. Mai um 18 Uhr

Jörg Meuthen (AfD) kommt nicht.

Ska Keller (Bündnis 90/Grüne) undNicola Beer (FDP) waren bereits Gast.

Leser-Fragen an Kandidaten: chefredaktion@ostsee-zeitung.de

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