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Weniger Bootsmotorendiebstähle in Mecklenburg-Vorpommern 2019

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10:38 06.02.2020
2019 gab es weniger Kriminalität rund um Bootszubehör als das Jahr zuvor. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Im Jahr 2019 gab es weniger Kriminalität rund um das Eigentum von Wassersportlern. Dies berichtete das Landeswasserschutzpolizeiamt am Donnerstag. Ein Jahr zuvor verzeichnete die Polizei noch einen Anstieg der Zahlen.

Vom Bootszubehör bis hin zu kompletten Booten verschiedenster Art sind es vor allem immer wieder die Antriebe der Wasserfahrzeuge, insbesondere die Außenbordmotoren, auf die es die Täter abgesehen haben.

72 Fälle weniger als 2018

Während im Jahr 2018 noch 196 Fälle von Bootsmotorendiebstahl zur Anzeige gebracht wurden (2018: 196; 2017: 167 Fälle; 2016: 260 Fälle, 2015: 209 Fälle), waren es im vergangenen Jahr 124 Fälle.

Die damit einhergehenden Schäden reichen dabei schnell in Größenordnungen zwischen 6000 und 8000 Euro und liegen zum Teil, je nach Motor, auch deutlich darüber. Zusätzlich sind diese Diebstähle dadurch gekennzeichnet, dass an den betroffenen Booten weitere Schäden beim Betreten der Täter verursachen.

Gesamtschaden von 700 000 Euro

Durch Diebstähle im Bereich Wassersport entstand so im Jahr 2019 in Mecklenburg-Vorpommern ein Gesamtschaden in Höhe von über 700 000 Euro. Bedingt durch die leichtere Verfügbarkeit während der Bootssaison sind in der Regel die wärmeren Monate von Mai bis September am stärksten betroffen.

Im Jahr 2019 fiel der sonst übliche Anstieg der Fallzahlen wohl auch aufgrund der niedrigen Wasserstände in vielen Wassersportrevieren in Mecklenburg-Vorpommern deutlich geringer aus. Aber auch außerhalb dieses Zeitraumes werden Wasserfahrzeuge in den Winterlagern angegriffen und vor allem Außenborder sowie auf den Booten zurückgelassenes Zubehör entwendet.

So können Sie sich vor Straftaten mit Booten schützen

1. Sichern Sie Ihr Boot und Ihren Außenborder zusätzlich, z.B. mit Ketten, Schlössern oder Alarmanlagen.

2. Prüfen Sie, ob der Außenborder besser gegen Diebstahl geschützt werden kann, z.B. durch Mitnahme von Bord während des Stilllegens, durch Aufbewahrung in einer Halle oder in der heimischen Garage.

3. Lassen Sie den Außen- oder Innenbordmotor sowie maritimes Equipment von der Wasserschutzpolizei codieren. Mit einer solchen eindeutigen Identifizierungs- und Eigentumskennzeichnung schaffen Sie u.a. die Möglichkeit, dass Täter bereits vor dem Bemerken des Diebstahls gestellt werden können. Außerdem werden beispielsweise als codiert gekennzeichnete Bootsmotoren deutlich uninteressanter für einen kriminellen Zugriff.

4. Achten Sie auf widerstandsfähige Tür-, Fenster- und Lukenbeschläge, Sicherheitszylinder an Kajütentüren und Lenkradsperren.

5. Verschließen Sie Kajüte und Backskisten.

6. Entfernen Sie leicht demontierbare und wertintensive Ausrüstungsgegenstände und lassen Sie keine Wertgegenstände an Bord.

7. Fotografieren Sie Ihr Boot. Registrieren Sie signifikante Merkmale, die ein Wiedererkennen erleichtern. Führen sie einen Bootspass außerhalb Ihres Bootes mit allen Angaben zum Boot und zur Motortechnik.

8. Sollten Sie ein gebrauchtes Boot erwerben, achten Sie auf die Rumpfnummer (CIN - Craft Identification Number). Wird Ihnen ein Boot ohne oder mit „überarbeiteter“ CIN angeboten, erkundigen Sie sich genau nach der Herkunft und den Besitzverhältnissen des Bootes. Es könnte gestohlen sein.

9. In diesem Zusammenhang rät die Polizei weiter, jeden Diebstahl sowie Versuchshandlungen, auch ohne materiellen Schaden, zur Anzeige zu bringen.

Diebe nutzen günstige Gelegenheiten

Überwiegend haben es die Diebe auf Bootsmotoren der Leistungsklasse bis 15 PS abgesehen, die oftmals nicht fest mit dem Bootsrumpf verbunden oder nicht ausreichend gesichert sind. Jedoch werden mit entsprechender Logistik auch weitaus größere Motoren entwendet.

Die Tatorte sind insbesondere abhängig von den Tatgelegenheiten. Unabhängig von der Größe der Häfen und Marinas nutzen die Täter günstig erscheinende Gelegenheiten und bauen die Motoren auch in größeren, aber unbewachten Anlagen ab. In Einzelfällen werden nach wie vor Boote von den Liegeplätzen zu abgelegeneren Plätzen verbracht und die Motoren dort demontiert.

Mehr Fälle im Bereich Neubrandenburg als in Rostock

Dabei ist der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg im Jahr 2019 mit 95 Fällen etwa dreimal so häufig betroffen gewesen, wie der des Polizeipräsidiums Rostock mit 29 Fällen.

Ursächlich dafür dürfte jedoch vor allem die Vielzahl an Binnenseen und den damit verbundenen Tatgelegenheiten sein.

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Von OZ

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