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Wetterdienst warnt vor Starkregen in MV für Sonntag, 29.08.2021

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12:42 29.08.2021
Der Deutsche Wetterdienst warnt für Sonntag vor Starkregen in MV. In einigen Teilen des Landes muss mit markantem Wetter gerechnet werden. Es handelt sich um eine Warnung der Stufe 2 von 4.
Der Deutsche Wetterdienst warnt für Sonntag vor Starkregen in MV. In einigen Teilen des Landes muss mit markantem Wetter gerechnet werden. Es handelt sich um eine Warnung der Stufe 2 von 4. Quelle: Jens Büttner/dpa (Symbolfoto)
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Rostock

Es bleibt wechselhaft in Mecklenburg-Vorpommern. Für Sonntag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Warnung vor Starkregen für mehrere Teile von MV herausgegeben. Es handelt sich um eine Warnung der Stufe zwei von vier („markantes Wetter“).

Die Wetterexperten warnen: „Während des Platzregens sind kurzzeitig Verkehrsbehinderungen möglich.“ Die Warnung gilt vorerst am 29. August bis 15 Uhr.

Klicken Sie hier, um die aktuellen Warnungen auf der Seite des DWD zu sehen.

So ist das Wetter aktuell in MV

Lesen Sie auch: Bei Starkregen: Welche Vorbereitungen kann ich treffen?

Was ist Starkregen?

Als Starkregen werden Regenschauer bezeichnet, bei denen innerhalb kürzester Zeit besonders viel Niederschlagsmenge auftritt. Im Unterschied zu Dauerregen tritt der Starkregen meist lokal und punktuell auf. Häufig entsteht der Starkregen in der Sommerzeit und tritt in Verbindung mit Gewittern auf. Als Resultat gibt es ein erhöhtes Vorkommen von Oberflächenwasser und lokalen Überschwemmungen. Eine feste Definition zu Starkregen gibt es nicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht Warnungen zu Starkregen in drei Stufen aus:

  • Regenmengen von 15 bis 25 l/m² in einer Stunde oder 20 bis 35 l/m² in sechs Stunden (Markante Wetterwarnung)
  • Regenmengen von über 25 bis 40 l/m² in einer Stunde oder über 35 l/m² bis 60 l/m² in sechs Stunden (Unwetterwarnung)
  • Regenmengen von über 40 l/m² in einer Stunde oder über 60 l/m² in sechs Stunden (Warnung vor extremem Unwetter)

Wie entsteht Starkregen?

Bei einem Starkregen handelt es sich um ein natürliches Wetterereignis. Die starken Regenfälle innerhalb kürzester Zeit entstehen durch Konvektion. Dabei steigt die feucht-warme Luft auf und kühlt sich währenddessen ab. Bei diesem Prozess bildet sich in der Luft Wasserdampf, welcher zu Wasser kondensiert. Hierbei wird die latente Wärme des Wasserdampfes freigesetzt, welche den Auftrieb verstärkt. Die Höhe der Wolke und die Größe der Wassertropfen hängt von der Stärke der Auf- und Abwinde sowie der Wolkenbildung ab. Die entstandenen Wassertropfen fallen bei Starkregenereignissen schlagartig auf relativ kleinen Raum ab, was meistens im Zusammenhang mit Gewittern geschieht.

Was sind die Folgen von Starkregen?

Generell führt Starkregen zu Überschwemmungen oder auch zu Erdrutschen, welche durch Wasser und Schlamm zu größeren Schäden an Gebäuden, Straßen oder sonstiger Infrastruktur führen können. Dabei gibt es verschiedene Gebiete, die vor den Folgen des Starkregens besonders gefährdet sind. Dazu zählen Grundstücke in tieferliegenden Gebieten oder an einem Hang, Städte mit großen Versiegelungsflächen sowie Grundstücke in der Nähe von Gewässern wie Flüssen oder Bächen.

Von viel Regenwasser sind vor allem Unterführungen, Tiefgaragen, Kellerräume, Kanalnetze oder U-Bahnen betroffen. Des Weiteren ist das Fehlen von Bordsteinkanten für das Eintreten des Wassers durch Regen in Gebäude oder Grundstücke förderlich. Außerdem sollte man darauf achten, tieferliegende Räume auf Grundstücken mit einer Rückstausicherung vor Überflutungen zu schützen.

Was ist eine Sturmflut?

Der starke Wind drückt die Wassermassen vor sich her und verstärkt die Kraft der Gezeiten. An der Nordsee spricht man von einer Sturmflut bei 1,50 bis 2,50 Meter über dem Mittleren Hochwasser (Ostseeküste: 1,00 bis 1,25). Der mittlere Hochwasserstand liegt etwa zwei Meter über dem Wert Normal Null, der vom mittleren Wasserstand der Nordsee abgeleitet ist. Eine schwere Sturmflut verursacht an der Nordseeküste Wasserstände von 2,50 bis 3,50 Meter über mittlerem Hochwasser — die nordfriesischen Halligen melden dann „Land unter“. Bei einer sehr schweren Sturmflut werden mehr als 3,50 Meter erreicht. An der Ostsee gelten 1,25 bis 1,50 Meter als mittlere, bis zu 2,00 Meter als schwere und Stände darüber hinaus als sehr schwere Sturmflut.

Wie kann man sich vor Starkregen schützen?

In Deutschland sind Privatpersonen dazu rechtlich verpflichtet, Maßnahmen zur Eigenvorsorge vor Hochwasser zu treffen. Laut § 5 Absatz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes ist jeder, der von Hochwasserfluten betroffen sein kann, verpflichtet, zumutbare Vorsorgemaßnahmen am Grundstück zum Schutz vor den Folgen und Schäden von Sturzfluten zu treffen. Zu dem expliziten Begriff von „Hochwasser“ zählt auch wild abfließendes Oberflächenwasser. Jeder Hausbesitzer ist also für den eigenen Schutz vor starken Niederschlagsmengen verantwortlich und haftet gegenüber den Mietern. Wenn Sie Zweifel haben, ob Ihre Ablaufstellen im Keller genügend Rückstauschutz bieten oder ob Wasserleitungen wirklich dicht sind, können Sie Ihre Entwässerungsanlage von einem Installateur überprüfen lassen.

Von RND/kh