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MV aktuell Spandau-Verbot für Feine Sahne Fischfilet
Nachrichten MV aktuell Spandau-Verbot für Feine Sahne Fischfilet
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14:27 26.09.2019
Jan „Monchi“ Gorkow, Sänger von Feine Sahne Fischfilet, streckt beim Konzert in der Zitadelle Spandau die Arme in die Luft. Der Open-Air-Auftritt hat ein politisches Nachspiel. Quelle: Christoph Soeder/dpa
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Rostock/Berlin

Ein Auftritt von Feine Sahne Fischfilet vor vier Wochen in Berlin löst dort ein kleines kommunalpolitischen Nachbeben aus. Mit dem Ergebnis, dass die Punkrocker aus Mecklenburg-Vorpommern vorerst wohl nicht mehr in der Zitadelle Spandau auftreten werden. Der Bezirk löste den Vertrag mit ihrer Konzertagentur, weil Regeln verletzt worden seien. Bei ihrem Konzert am 23. August verteilte die Band Bierflaschen ans Publikum, schimpfte über hohe Bierpreise am Veranstaltungsort und spritzte Schnaps mit einen umgebauten Feuerwehrlöscher in den Menge.

Nie wieder Zitadelle

„Das ist kein Auftrittsverbot“, sagt Torsten Schatz, Sprecher der Spandauer CDU, der OZ. So hatte der Tagesspiegel, der zuerst darüber berichtete, die Sache genannt. Der zuständige CDU-Stadtrat Gerhard Hanke hatte zuvor in einer öffentlichen Sitzung gesagt, die Band werde „nie wieder“ in der Zitadelle spielen. Die örtliche AfD hatte das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Am Tag danach rudert er ein wenig zurück: Die Entscheidung habe weder etwas mit der Band noch mit der AfD zu tun, sagt sein Sprecher. Die Spandauer AfD versuchte im Juli vergeblich, das Konzert zu verhindern. Die CDU sieht sich zu Unrecht in der Rolle des Spaßverderbers, der auch noch gemeinsame Sache mit den Rechtspopulisten macht. Hätten Pur oder Rolf Zuckowski in ähnlicher Weise Regeln missachtet, hätte der Bezirk die gleichen Konsequenzen gezogen, heißt es.

Politik eine halbe Stunde zu früh

Feine Sahne Fischfilet haben gegen mehrere Auflagen verstoßen, so Hanke. Das Bierverteilen sei eine davon, laut Vertrag dürfe nur der hauseigene Caterer Getränke verkaufen. Außerdem seien Bengalos gezündet worden. Feine Sahne Fischfilet positioniert sich intensiv gegen Neonazis und die AfD. Politische Aktionen seien in der Zitadelle erst nach 19 Uhr erlaubt. Im Rahmen des Konzerts habe es diese aber schon um 18.30 Uhr gegeben. Die 19-Uhr-Regel soll laut CDU verhindern, das die AfD in den Gemäuern Parteitage veranstaltet und so die jahrhundertealte Festung zu einem Symbol ummünzt.

Der Konzertveranstalter Festsaal Kreuzberg, zuständig für den folgenreichen Auftritt, darf nun keine Konzerte mehr in der Zitadelle organisieren. Der Bann gelte aber nicht für die Band. Die hat ihre Fans schon auf Alternativen vorbereitet: „Kommt mal vorbei“, „die Ostsee würde euch guttun“, rief Monchi laut „Tagesspiegel“ am Ende des folgenreichen Abends in der Zitadelle.

Von Gerald Kleine Wördemann

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