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Wirtschaft Arbeitgeberverband sieht in Energiewende Chancen für Werften
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11:28 23.01.2013
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Schwerin

So müssten die „Blockaden“ beim Ausbau der Offshore-Windkraftnutzung schleunigst gelöst werden, damit bestehende Windpark-Vorhaben auf See endlich umgesetzt werden könnten, forderte Verbands- Hauptgeschäftsführer Thomas Klischan am Freitag. Diese Milliarden- Projekte würden auch viel Arbeit für Werften bringen. „Der Strukturwandel vom Containerschiffbau zur Industrie für moderne maritime Technologien ist ja schon sichtbar, die neuen Produkte sind marktfähig, und neue Arbeitsplätze entstehen auch“, sagte Klischan.

Die Politik sei in der Pflicht, offene Rechts- und Finanzierungsfragen für Offshore-Anlagen so schnell wie möglich zu klären. Schließlich seien in Deutschland schon jetzt in dieser hochmodernen Industrie rund 10 000 Menschen beschäftigt. Doch habe er den Eindruck, dass „der Bund bislang mit dem Rücken zur Küste sitzt“, monierte Klischan. Die Unternehmen und Belegschaften im Norden hingegen würden schon alles tun, um ihre Zukunftschancen zu ergreifen. Dies solle mit Bürgschaften, Innovationsförderung und im Zweifel mit arbeitsmarktpolitischen Instrumenten unterstützt werden.

Für die Werften in Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich Klischan trotz des laufenden Insolvenzverfahrens für die P+S-Werften im Osten des Landes zuversichtlich. Für Wolgast sei ein Investor gefunden, und auch die Werft in Stralsund arbeite wieder. Die Schiffbau-Betriebe in Wismar und Warnemünde, die nach einer Insolvenz 2009 unter einem neuen russischen Besitzer ihren Betrieb fortsetzten, seien inzwischen zentrale Zulieferer für die Energiewende. Der Nordic-Werftenverbund baut unter anderem Offshore-Konverterplattformen zum Umwandeln und Weiterleiten von Windstrom zum Festland.

dpa