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Wirtschaft Kurtaxe: Panne auf dem Amt sorgt für Ärger
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06:42 04.07.2014
Viele Kurorte in Mecklenburg-Vorpommern bitten Besitzer von Ferienwohnungen mehrfach zur Kasse. Neben der Zweitwohnungssteuer müssen sie meist noch Kurtaxe für den Nebenwohnsitz zahlen. Quelle: Frank Söllner
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Bad Doberan

Ärger über Kurtaxe an der Ostsee: Viele Kurorte in Mecklenburg-Vorpommern bitten Besitzer von Ferienwohnungen mehrfach zur Kasse. Neben der Zweitwohnungssteuer müssen sie meist noch Kurtaxe für den Nebenwohnsitz zahlen.

In Bad Doberan (Landkreis Rostock) verschickte der Tourismusbetrieb jetzt rund 500 Zahlungsaufforderungen. Es gab „etliche“ Widersprüche, räumt der Betrieb ein. Offenbar nicht wenige der Adressaten haben aber gar keine Wohnung in der Stadt.

Beispielsweise Marie Krüger (24). Sie zog 2010 von der Mecklenburgischen Stadt nach Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und von dort zwei Jahre später nach Hamburg. Vor ein paar Tagen bekam sie nun eine Rechnung aus ihrer alten Heimat. Sie möge doch bitte 60 Euro Kurtaxe überweisen. Für einen Nebenwohnsitz – den es aber gar nicht gibt. Sie hat Zweitwohnsitz löschen zu lassen. Kurtaxe-pflichtig wäre die Ex-Doberanerin trotzdem nicht, weil ihre Mutter in der Stadt lebt.

Die Badeorte brauchen die Einnahmen aus der Kurtaxe, sagt Stephan Fellmann, Kurdirektor von Dierhagen (Kreis Vorpommern-Rügen). Rund 1,3 Millionen Euro wendet das Seebad jährlich auf, damit Wege, Strände und Anlagen schön bleiben. „Wer 300 000 Euro für eine Ferienwohnung ausgibt, kann auch 56 Euro Kurabgabe im Jahr bezahlen“, sagt Fellmann.



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