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Wirtschaft Schiffbauer wechseln zum 1. Mai in Transfergesellschaft
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13:46 25.04.2013
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Wolgast

Die verbliebenen rund 300 Mitarbeiter der insolventen P+S-Werft in Wolgast wechseln zum 1. Mai zunächst in eine Transfergesellschaft. An diesem Tag geht der Schiffbaubetrieb am Peenestrom an die Bremer Lürssen-Gruppe. Der Betrieb werde auf null gefahren, sagte Betriebsratsvorsitzender Carsten Frick am Mittwoch. Damit werde den Vorgaben des Abwicklungsplanes entsprochen. Der von der EU genehmigte Plan verbietet einen direkten Betriebsübergang. Nach Angaben der Insolvenzverwaltung erfolgt der Schritt in die Transfergesellschaft wie geplant.

Die Lürssen-Gruppe hatte die P+S-Werft in Wolgast - ehemals größte Militärwerft in der DDR - im Dezember 2012 für 17 Millionen Euro gekauft. Die Bremer hatten zugesichert, 285 Mitarbeiter in Festanstellung und weitere 75 befristet für 24 Monate weiterbeschäftigen zu wollen. Zudem will Lürssen 65 Auszubildende übernehmen. Lürssen hat sich bislang nicht zu seinen Plänen in Wolgast geäußert.

Die Mitarbeiter seien derzeit „unruhig und voller Erwartung“, sagte Frick. Vertragsangebote von Lürssen habe es bislang nicht gegeben. Er gehe aber davon aus, dass die neuen Eigentümer nach dem 1. Mai die Werft langsam hochfahren und den Mitarbeitern Angebote unterbreiten werde.

Seit Jahren arbeiten die auf den Marineschiffbau spezialisierten Werften in Wolgast und Bremen zusammen. So soll Wolgast Medienberichten zufolge von einem Auftrag für Lürssen aus Saudi-Arabien über den Bau von 70 Patrouillenbooten profitieren. Der Auftrag ist bei SPD, Linken und Grünen umstritten.

dpa