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Wirtschaft Seehäfen hoffen auf Geld für bessere Gleisanbindungen
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06:27 14.05.2014
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU)
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Quelle: Dpa
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Rostock

Gehen die Seehäfen Mecklenburg-Vorpommerns erneut leer aus? Mit einem weiteren 300-Millionen-Programm will das Bundesverkehrsministerium die Hinterlandanbindungen der Häfen an deutschen Küsten ab 2015 verbessern. Über die Schiene. Aber: Ob der Nordosten davon profitiert, steht in den Sternen. Bei dem mit der gleichen Summe dotierten Vorgänger-Programm, das 2013 ausgelaufen ist, lag keines der Projekte in MV, teilte das Ministerium auf OZ-Anfrage mit.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte kürzlich in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) erklärt, er habe mit den norddeutschen Ländern das Programm zur Schienenanbindung der Häfen vereinbart. Von 2015 bis 2020 sollen 300 Millionen Euro zusätzlich fließen, um den wachsenden Güter- und Personenverkehr zu bewältigen. Laut Bundesverkehrsministerium soll die Liste mit den Projekten im Herbst 2014 stehen.

Auch in MV befinden sich Schienenprojekte in der Warteschleife. Etwa für die bessere Anbindung von Rostock – dem größten deutschen Fähr- und Kreuzfahrthafen und viertgrößten Seehafen beim Güterumschlag. Zwischen Kavelstorf (Landkreis Rostock) und dem Seehafen steht noch immer die Schienen-Ertüchtigung für schwere Güterzüge an.

Als weiteres Beispiel nennt der Sprecher der Hafenentwicklungsgesellschaft Rostock (Hero), Christian Hardt, den Umbau des Bahnhofs Warnemünde. Entsprechende Vorhaben wurden auf die lange Bank geschoben: lange Bahnsteige, an denen auch ICE-Züge abgefertigt werden können und der barrierefreie Zugang zu allen Bahnsteigen. „Die Forderung ist so alt wie die Kreuzschifffahrt in Warnemünde“, sagt Hardt.



Axel Meyer