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Wirtschaft Studie: Fischbestände in der Nordsee erholen sich
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16:06 19.03.2013
Es schwimmen wieder viele Heringe durch die See. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv
Es schwimmen wieder viele Heringe durch die See. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv
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Hamburg

Der Scholle geht es gut, und auch der Hering hat sich erholt - Wissenschaftler sehen erste Anzeichen für eine Erholung der Fischbestände in der Nordsee. Demnach könnte sich ein strengeres Fischereimanagement im letzten Jahrzehnt positiv auf die gesamte Fischgemeinschaft auswirkt haben. Dies ergab eine Studie, deren Ergebnisse das Thünen-Institut für Seefischerei in Hamburg am Montag veröffentlicht hat. 27 von 43 bewerteten Fischbeständen wiesen demnach einen guten ökologischen Zustand auf.

Die Fangquoten orientierten sich inzwischen stärker an wissenschaftlichen Ratschlägen, sagte der Hauptautor der Studie, Nikolaus Probst, der Nachrichtenagentur dpa. Außerdem seien die Fangflotten besonders in Nordeuropa reduziert worden. „Der Fischereidruck hat seit Beginn der 2000er Jahre abgenommen.“

Die Ergebnisse der Studie bedeuteten aber nicht, dass alles im Lot sei. „Die Auswirkungen der Fischerei sind immer noch zu hoch, um der großen Mehrheit der Bestände einen guten Zustand zu bescheinigen.“ 16 Bestände verfehlten zumindest in einem von drei Kriterien - Nutzungsraten, Bestandsgrößen und Bestandsstrukturen - eine positive Bewertung.

Anlass zur Sorge geben laut Probst die meisten Hai- und Rochenarten. Aber auch wichtige kommerzielle Bestände der Nordsee wie Kabeljau, Flunder und Seezunge seien entweder überfischt, zu klein oder wiesen eine schlechte Größenstruktur auf. Besserung offenbaren zwei andere Speisefischarten. „Der Scholle geht es gut und der Hering hat sich auch sehr gut erholt“, sagte Probst. Die Studie bezieht sich auf die Jahre 1984 bis 2011.

dpa