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Wirtschaft Touristiker in MV erwarten neuen Gäste-Rekord
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00:00 16.06.2018
Strandkörbe stehen am Strand des Ostseebades Binz auf der Insel Rügen. Die Tourismusbranche bereitet sich auf den ersten Urlauberansturm vor.
Strandkörbe stehen am Strand des Ostseebades Binz auf der Insel Rügen. Die Tourismusbranche bereitet sich auf den ersten Urlauberansturm vor. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Rostock

Schöne Aussichten für die Touristiker in MV: Nach dem Regensommer 2017 soll es wieder aufwärtsgehen. Der Landestourismusverband rechnet 2018 mit mehr als 30 Millionen Übernachtungen. „Die Buchungslage spricht dafür, dass wir diese Vorgabe erreichen“, sagt Geschäftsführer Bernd Fischer. MV sei ein typisches Sommerziel. „60 Prozent der Übernachtungen werden von Mai bis September gebucht.“ Und das zuletzt gute Wetter habe der Branche gutgetan.

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Kurz vor Beginn der Sommerferien werden Unterkünfte vielerorts knapp. „Die Auslastung der Unterkünfte, die über die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde vermittelt werden, liegt bei 90 Prozent“, sagt Tourismusdirektor Matthias Fromm. „Gäste finden für Juli und August noch vereinzelt Zimmer.“ Einen Zuwachs verzeichnet die Tourismuszentrale Rügen bis Anfang Juni. „Die Buchungen liegen über dem Niveau von 2017“, sagt Sprecherin Claudia Große. Ähnlich sieht’s auf Usedom aus – bei den Ferienhäusern und -wohnungen seien in der Saison noch zehn Prozent der Objekte verfügbar. „Das sind in der Regel kleine Wohnungen für bis zu drei Personen“, sagt Esther Schulze von der Zimmervermittlung „Bäder-Tourist“. Wegen der hohen Nachfrage steige die Zahl der Ferienwohnungen. „Zum Leid der Einheimischen, da es kaum noch bezahlbaren Wohnraum gibt“, erklärt Schulze.

Trotz der vielversprechenden Buchungslage werden in Vorpommern auch Einbußen befürchtet – Grund ist das Loch in der A 20 bei Tribsees. „Der Stau spricht sich rum“, so Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen. Dem stimmt Rügens Tourismuschef Knut Schäfer zu. „Diese Baustelle ist eine schlechte Werbung für einen Urlaub. Ich kann nur hoffen, dass die Ersatzbrücke schnell gebaut wird“, sagt er. Der avisierte Fertigstellungstermin ist Ende des Jahres.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sieht auch die Touristiker in der Pflicht, Aufklärungsarbeit zu leisten. „Das geht vor allem über Informationen an die Gäste kurz vor Reiseantritt“, sagt er. „Nur sehr selten gibt es Meldungen über eine beschwerliche Anreise“, bestätigt Große von der Tourismuszentrale Rügen. Auch Bernd Fischer beschwichtigt. Staus gebe es in allen Teilen der Republik: „Wir haben in Deutschland 430 Baustellen entlang der Autobahnen. Das hat auch damit zu tun, dass in den vergangenen Jahren wenig investiert wurde. Es ist kein Phänomen in MV, sondern bundesweit ein Problem.“

Die Verbesserung der Infrastruktur sei ein Ziel der Branche. Der Fernbus-Anbieter „Flixbus“ etwa fährt 50 Haltestellen in MV an. „Im Rahmen des Sommerfahrplans kamen allein in MV 150 neue Direktverbindungen hinzu“, so Sprecher Sebastian Meyer. So gebe es von und nach Rostock ohne Umstieg Verbindungen mit Berlin oder Usedom.

Der Trend in diesem Jahr geht aber vor allem zu „Natur-Urlaub“. Unter diesem Motto warb MV im März auch auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin.

Katharina Ahlers

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