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Wirtschaft Trotz Mindestlohn: Viele benötigen weiter Geld vom Jobcenter
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07:04 14.01.2016
Ein Mann geht an Stellenanzeigen einer Zeitarbeitsfirma vorbei. In MV müssen immer noch fast 40 000 Arbeitnehmer mit Geld vom Jobcenter „aufstocken“. Quelle: Oliver Berg/dpa
Schwerin

Kein Durchbruch in Sicht: Mehr als ein Jahr nach Einführung des Mindestlohns stocken in Mecklenburg-Vorpommern noch immer Zehntausende ihren geringen Lohn mit Hartz IV auf. Laut  offizieller Statistik der Arbeitsagentur gab es im August 36 087 abhängig beschäftigte Aufstocker in MV.

Das waren nur 3085 Personen oder neun Prozent weniger als Dezember 2014, bevor der Mindestlohn eingeführt wurde. Ein wenig besser fällt das Ergebnis aus, wenn man ein Jahr zurückgeht – im Vergleich zum August 2014 liegt das Minus bei zwölf Prozent, jeder achte Aufstocker verabschiedete sich vom Jobcenter.

 „Es zeigt sich, das der Mindestlohn kaum Auswirkungen auf die Zahl der Aufstocker hat“, resümiert Matthias Köpp, Geschäftsführer des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern.

Erwartungen nicht erfüllt

Endlich von der eigenen Arbeit leben können – diese Hoffnung hat sich für die allermeisten, die trotz Job auf Hilfe vom Staat angewiesen sind, nicht erfüllt. Die Absenkung des Aufstocker-Quote war ein zentrales Argument für die Einführung des allgemeinen Mindestlohns von 8,50 seit Anfang 2015.

Landessozialministerin Birgit Hesse (SPD) sieht die hohe Teilzeitquote als Ursache: „Wer nur 20 Stunden in der Woche arbeitet, wird mit diesem Geld nicht seinen gesamten Lebensunterhalt bestreiten können.“



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