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Wirtschaft Volkswerft: Nur noch ein Interessent im Rennen
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20:32 02.02.2014
Das Wehrforschungsschiff "Planet" liegt am Ausrüstungskai der insolventen Volkswerft in Stralsund. Quelle: Stefan Sauer
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Das Drama um die ungewisse Zukunft der insolventen Volkswerft Stralsund nähert sich dem finalen Akt. Auch 17 Monate nach der Pleite des traditionsreichen Schiffbaubetriebs sind Käufer nicht in Sicht. Wie die OSTSEE-ZEITUNG aus Kreisen des Gläubigerausschusses erfuhr, haben Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann und die rot-schwarze Landesregierung inzwischen sogar einen der beiden verbliebenen Interessenten vollends abgeschrieben.

Brinkmann wird mit Blick auf den Windkraftanlagenbauer New Global Wind (NGW) mit den Worten zitiert: „Bis auf reichlich heiße Luft haben wir von den jungen Herren nichts Seriöses vernommen.“ So hätten sich Vertreter des Hamburger Unternehmens in der vergangenen Woche bereits zum fünften Mal mit Berthold Brinkmann getroffen und lediglich lose Konzepte präsentiert.

Finanzierungssicherheiten, Beschäftigungszusagen oder Auftragsgarantien? Fehlanzeige. Angeblich will die Firma 80 Millionen Euro in die Werft investieren. Sie kokettiert mit Aufträgen von bis zu 750 Millionen Euro, angeblich finanziert aus Schweizer Fonds.

Der für sein angeblich mangelndes Engagement von Gewerkschaften und Arbeitnehmern unter Feuer genommene Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) versprach unterdessen, der Volkswerft zu helfen. Dem NDR sagte der Regierungschef, die Landesregierung werde in Abstimmung mit Brinkmann weiter nach Interessenten suchen. Dabei könne es auch um Industrieunternehmen gehen, die nicht unbedingt etwas mit Schiffbau zu tun hätten. Sellering bekräftigte damit also die bisherigen Aussagen von Vertretern der Landesregierung, Stralsund müsse nicht zwingend Werftstandort bleiben. Das Angebot müsse lediglich „nachhaltig und zukunftsfähig“ sein, sagte der SPD-Landeschef.



Jörg Köpke

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