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Wirtschaft XXL-Rotorblatt für Offshore-Windpark ausgeliefert
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11:51 29.05.2013
Euros liefert erstes XXL-Rotorblatt aus. Foto: Stefan Sauer/Archiv
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Sassnitz

Rund drei Monate nach dem Beginn der Produktion von Rotorblatt-Prototypen in Sassnitz hat die Firma Euros den ersten XXL-Flügel verschifft. Das knapp 82 Meter lange und 32,5 Tonnen schwere Blatt geht zunächst zum Test an das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik in Bremerhaven, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die XXL-Rotorblätter aus Sassnitz sind für eine Anlage des japanischen Unternehmens Mitsubishi Heavy Industries bestimmt. Die Firma baut an der schottischen Küste von Glasgow eine Test-Windturbine mit einer Leistung von 7 Megawatt. Euros-Geschäftsführer Michael Wolf bezeichnete die Auslieferung als „wichtigen Meilenstein“.

Insgesamt will Euros in Sassnitz mit derzeit rund 40 Mitarbeitern sieben Prototypen-Blätter produzieren. Mit 80 Metern Länge sind die Rotoren so groß, dass sie nicht mehr über Land transportiert werden können, begründete Wolf die Wahl des Standortes im Hafen.

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Die spätere Betriebsstätte für Serienproduktion selbst plant das Unternehmen in Rostock. Der Umzug sei aber noch offen. Im Fraunhofer-Institut wird das erste Rotorblatt getestet und dabei statischen und dynamischen Belastungen ausgesetzt, die vergleichbar mit einer 25-jährigen Betriebsdauer sind. Der erste Satz mit drei Flügeln geht zu einer Anlage an der schottischen Küste, der zweite Satz nach Fukushima. Die Windräder haben einen Rotordurchmesser von 167 Metern. Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, entsteht an Fukushimas Küste ein Windpark mit den Anlagen.

Euros

dpa