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MV aktuell Zinnowitz: 18-Jährige tot in Wohnung aufgefunden
Nachrichten MV aktuell Zinnowitz: 18-Jährige tot in Wohnung aufgefunden
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16:59 20.03.2019
In Zinnowitz wurde in der Waldstraße eine 18-Jährige am Dienstagabend tot aufgefunden. Quelle: Tilo Wallrodt
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Zinnowitz

Eine 18-jährige Frau ist am Dienstagabend in ihrer Wohnung in der Zinnowitzer Waldstraße auf der Insel Usedom tot aufgefunden worden. Gegen 21 Uhr gingen Hinweise bei der Polizei zum Vorfall ein.

Eine Bekannte soll die junge Frau aufgefunden haben, nachdem sie sich Sorgen gemacht hatten, weil sie die 18-Jährige nicht erreichen konnten. Das Mädchen war offenbar Stichverletzungen erlegen, darauf deuten laut Polizei die äußeren Verletzungen hin. Der zur Wohnung entsandte Notarzt konnte nur noch den Tod der 18-Jährigen feststellen.

Eine 18-jährige Frau ist am Dienstagabend in ihrer Wohnung in der Zinnowitzer Waldstraße (Insel Usedom) tot aufgefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in alle Richtungen, sagte der Stralsunder Oberstaatsanwalt Sascha Ott auf OZ-Nachfrage. Auch die Polizei bestätigt, dass es mehrere Hinweise zur Tat gäbe, denen jetzt intensiv nachgegangen werde. Die Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Anklam sind mit einer 60 Mann starken Ermittlergruppe im Einsatz.

Mehr lesen: Obduktionsbericht liegt vor

Derzeit wird insbesondere im persönlichen Umfeld der Geschädigten ermittelt. „Einen Tatverdächtigen haben wir aber noch nicht“, so der Oberstaatsanwalt. Die Kripo war am Mittwochvormittag mit einem Großaufgebot wieder vor Ort in der Waldstraße und sicherte Spuren. So wurden alle Müll- und Papiertonnen weiträumig abgesperrt, um eventuelle Spuren oder Tatwerkzeuge zu sichern.

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Sie stammt aus der Region Vorpommern

Die junge Frau soll allein in der Wohnung in der Waldstraße gelebt haben. Sie stammt aus der Region Vorpommern, ist aber keine Zinnowitzerin. Derzeit wird der Leichnam der 18-Jährigen in der Rechtsmedizin in Greifswald obduziert. Auf Facebook äußerte am Mittwoch eine Bekannte, dass die Getötete schwanger gewesen sein soll. Die Polizei wollte das noch nicht bestätigen. „Wenn es der Fall ist, wird das während der Obduktion festgestellt werden“, sagte Claudia Tupeit, Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg.

Nachbarn der Getöteten aus der Waldstraße hatten sich am Dienstagabend bei ihrer Rückkehr nach Zinnowitz über das große Polizeiaufgebot vor dem Haus gewundert. „Wir wurden kontrolliert, mussten die Ausweise vorzeigen. Da wussten wir gleich, dass was Schlimmes passiert sein musste“, so ein Anwohner.

Bürgermeister ist erschüttert

Der Bürgermeister der Gemeinde Zinnowitz, Peter Usemann, zeigte sich von der Tat erschüttert. „Ich habe es am Morgen bei der OZ auf der Facebookseite gelesen. Ein solches Tötungsdelikt kann man in seiner Tragweite gar nicht gleich fassen“, sagte er. Er habe immer gehofft, dass es in seiner Gemeinde nicht zu einem Gewaltverbrechen kommt. Entsprechend erschüttert sei er nun, da der Fall doch eingetreten ist. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der jungen Frau. Während der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend will Usemann von dem Gewaltverbrechen berichten und die Gemeindevertreter bitten, eine Schweigeminute einzulegen.

Hinweis der Redaktion:

In einer früheren Version des Artikels hatten wir berichtet, die Wohnung der jungen Frau gehört zu einer betreuten Wohneinrichtung des Christlichen Jugenddorfwerkes (CJD): Haus Erika von Brockdorff. Das stellte sich als falsch heraus. Die Tote wurde auch nicht von einer Betreuerin des CJD entdeckt, sondern von einer Bekannten. Wir bitten die Fehler zu entschuldigen.

Cornelia Meerkatz

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