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MV aktuell Zwei Bieter für Block 5 in Prora weiter im Rennen
Nachrichten MV aktuell Zwei Bieter für Block 5 in Prora weiter im Rennen
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14:24 19.07.2018
Block 5 in Prora
Block 5 in Prora Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Stralsund

Die beiden Interessenten für den Block 5 der NS-Hinterlassenschaft in Prora auf Rügen sind weiter im Rennen. Im Bieterverfahren um den Verkauf des Blockes 5 der NS-Hinterlassenschaft Prora auf der Insel Rügen hatten die beiden Bieter vergangenen Donnerstag ein Gebot abgegeben.

Am Mittwoch wurden die zwei Gebote durch eine Arbeitsgruppe des Kreises gesichtet, informiert Olaf Manzke, Sprecher des zuständigen Landkreises Vorpommern-Rügen. „Gemäß der Ausschreibungsunterlagen werden jetzt Nachforderungen an die beiden Interessenten gestellt – insbesondere zur geplanten Finanzierung“, so Manzke. Frist: 14 Tage. Am 8. August wolle die Arbeitsgruppe erneut tagen. Ziel ist es, dass der Kreistag möglichst Anfang Oktober über Käufer und Kaufvertrag abstimmen kann.

Im März hatte der Kreistag den Weg für den Verkauf und damit die Sanierung des etwa 300 Meter langen nördlichen Abschnitts von Block 5 frei gemacht. Der insgesamt 450 Meter lange Block ist der letzte der einst von den Nazis als „Seebad der 20 000“ geplanten Anlage, der noch in öffentlicher Hand ist. In dem zum Verkauf stehenden Areal sollen Wohnungen entstehen. Geplant ist auch ein Dokumentations- und Bildungszentrum zur Geschichte von Prora. Seit 2011 ist im sanierten südlichen Teil des Blockes eine Jugendherberge beheimatet.

Ulrich Busch, Sohn des Arbeitersängers Ernst Busch (1900-1980), hat sich nicht am Bieterverfahren beteiligt. Ulrich Busch hatte im Jahr 2006 die ersten beiden Blöcke erworben und zur Baureife geführt.

OZ