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MV aktuell Zwischenbilanz: Zahl der Badetoten in MV leicht gesunken
Nachrichten MV aktuell Zwischenbilanz: Zahl der Badetoten in MV leicht gesunken
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15:03 01.08.2019
Eine Rettungsschwimmerin der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) springt während einer Übung ins Wasser. (Symbolfoto)
Eine Rettungsschwimmerin der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) springt während einer Übung ins Wasser. (Symbolfoto) Quelle: Marcel Kusch / dpa
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Haltern am See/Schwerin

In den Gewässern Mecklenburg-Vorpommerns sind bis zum 20. Juli 14 Menschen ertrunken. Das seien zwei weniger als zur Sommerzwischenbilanz im vergangenen Jahr, erklärte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Haltern am See.

Am Montag starb eine 77 Jahre alte Frau in der Ostsee vor Ahlbeck auf Usedom. Dass die Leute trotz Badeverbot ins Wasser gehen, zeigen diese Bilder.

Auch bundesweit ist die Zahl der Ertrunkenen leicht gesunken. Der Statistik zufolge starben 250 Menschen und damit 29 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Bayern ertranken im Bundesländervergleich die meisten Menschen. Der Statistik zufolge waren es dort 20 mehr als 2018.

DLRG kritisiert fehlende Schwimmfähigkeit

Am gefährlichsten ist es immer noch an Gewässern wie Seen, Flüssen und Kanälen. Diese Gewässer werden nicht von Rettungsschwimmern bewacht, weshalb dort viele Menschen ertrinken, wie DLRG-Sprecher Achim Wiese erklärte. In Mecklenburg-Vorpommern ertranken dem Bericht zufolge allein zehn Menschen in Seen und Teichen, einer in einem Fluss und drei im Meer. Im gesamten Jahr 2018 meldete die DLRG für Mecklenburg-Vorpommern 31 Ertrunkene, im Jahr davor 32.

Die DLRG kritisierte die gesunkene Schwimmfähigkeit gerade bei Kindern. Diese liege bei denen, die mit der Grundschule fertig würden, gerade einmal bei knapp über 40 Prozent. In den 1990er Jahren waren das noch nahezu 90 Prozent. Besonders gefährdet seien zudem Ältere mit gesundheitlichen Problemen und Migranten. Gerade Migranten haben laut Wiese eine andere Beziehung zum Wasser. Diejenigen, die in diesem Jahr ertranken, waren demnach fast alle Nichtschwimmer.

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