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MV aktuell Zwischenfall bei Fusions-Experiment Wendelstein 7-X
Nachrichten MV aktuell Zwischenfall bei Fusions-Experiment Wendelstein 7-X
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06:40 24.06.2015
Neun Jahre dauerte die Montage. Im Mai 2014 startete der Vorbetrieb.
Neun Jahre dauerte die Montage. Im Mai 2014 startete der Vorbetrieb. Quelle: Jens Büttner
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Greifswald

Im Greifswalder Fusions-Experiment Wendelstein 7-X hat es am Wochenende einen Zwischenfall gegeben. Ein Kompressorausfall in der Kälteanlage sorgte dafür, dass die Anlage vorübergehend heruntergefahren werden musste. Sprecherin Beate Kemnitz: „Ein Stecker in einem Kühlturm war defekt.“ Als Grund dafür nannte sie den Regen. „Es ist ein einfacher Fehler, der aufgetaucht ist und behoben wurde.“

Sieben Wochen lang wurden alle Spulenkreise erfolgreich getestet. Am Wochenende sollten dann alle 70 supraleitenden Spulen gleichzeitig betrieben werden. Durch den defekten Stecker fiel die Kälteanlage dann aus, was dazu führte, dass sich die Betriebstemperatur von -270 Grad Celsius auf -230 Grad erhöhte. Kemnitz geht davon aus, dass in Kürze die Tests wieder aufgenommen werden können.

In der Greifswalder Anlage, die vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik betrieben wird, soll die Verschmelzung von Atomkernen erforscht werden. Als Vorbild dienen dafür die Prozesse auf der Sonne. Die Forscher wollen herausfinden, ob und wie sich auf diese Weise Energie erzeugen lässt. Kommt es zu keinen weiteren Verzögerungen gehen die Wissenschaftler davon aus, die Anlage in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen.



Kai Lachmann