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Medien & TV Game of Thrones: Jason Momoa ist wütender über das Ende als alle anderen
Nachrichten Medien & TV Game of Thrones: Jason Momoa ist wütender über das Ende als alle anderen
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12:14 23.05.2019
Kommt mir bloß nicht so! Jason Momoa (hier 2017 beim Photocall zum Kinofilm „Justice League“ in London) findet das Ende von „Game of Throne“ nicht gut. Quelle: picture alliance / Geisler-Fotop
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Los Angeles

Wir wissen es jetzt. Alle sind sauer auf „Game of Thrones“, um nicht zu sagen angepisst – allen voran die Fantheoretiker mit all ihren zerschellten und geschmolzenen Theorien. Daenerys – Spoiler! Spoiler! Spoiler! – ist in der letzten Folge der „größten Serie aller Zeiten“ einfach gestorben und daraufhin nicht mal die erste Nachtkönigin geworden, um die Gut-Böse-Balance in Westeros wieder herzustellen.

Game of Thrones Staffel 8 – Das Netz schäumt wie Seife im Regen

Bran ist am Ende auch nicht der Nachtkönig gewesen sondern der richtige König. Der Drache Drogon, war offenbar doch vernunft- und nicht nur targaryenblutgesteuert – er hat nicht den tragischen Mörder seiner Mutter abgefackelt (Jon) sondern den Eisernen Thron geschmolzen, der ja Gegenstand aller Machtgier und damit allen Unglücks war.

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Sansa ist – langweilig, gerade weil von vielen Fans so vorhergesehen – Königin eines abgekoppelten Nordens geworden. Und Grauer Wurm (in geheimen Zirkeln nach seinen Mordtaten bei der Schlacht um Königsmund auch Grausamer Wurm genannt) verschont sein Hassobjekt Tyrion und segelt mit den Unbefleckten zur Insel Naath (vermutlich will er die Gebeine der toten Missandei nach Hause bringen), nur um dort wahrscheinlich dem Schmetterlingsfieber (verursacht von einem Falter mit schwarzen Flügeln, so groß wie Männerhände) zu erliegen. Fremde sterben daran, die Einheimischen sind immun. Das Internet schäumt wie ein Kessel Schmierseife im Sommerregen.

Game of Thrones Staffel 8 – Khal Drogo ist stinksauer: What the f***!

Am sauersten ist – laut „New Musical Express“ (NME) – Jason Momoa. „Fuck you! Fuck You, punk!“ habe er gerufen, so teilte Momoa via Instagram mit, als der Neffe und neue Geliebte Jon Schnee alias Aegon Targaryen seinen Dolch in den Leib der inzwischen im Cäsarenwahn befindlichen Tante und Geliebten Daenerys versenkte. Natürlich nur, weil die notfalls noch mehr von ihrem bösen, feurigen Frieden über die von ihr lange angestrebte „bessere Welt“ bringen wollte. Und weil er wusste, dass das Volk vor der großen Brandschatzerin der Hauptstadt nur noch Angst und Schrecken empfinden würde. Der Name Targaryen (damit auch sein eigener) war für alle Zeiten verbrannt.

Als dann Rollstuhlfahrer Bran zum König gewählt wurde (Demokratie und Inklusion in Westeros, die bessere Welt beginnt schon ein paar Wochen nach dem Tod der Drachenkönigin), schimpfte der Schauspieler: „Who gives a f***!“ „Ich fühle mich verloren. What the f***! Drogon hätte seinen (Jon Snows) Hintern schmelzen sollen!“ Emilia Clarke dagegen, als Khaleesi Daenerys Momoas Serien-Ex, verteidigte ihren Serientod als „logisch“. Sie sagte: „Wohin sonst hätte die Serie gehen können?“

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Game of Thrones Staffel 8 – Momoa hat auch Grund, sauer zu sein

Der optisch eindrucksvolle Dothrakichef Khal Drogo, bei dessen Muskelpaketen man sich um alle sorgte, denen er zu nahe kam – ob der zarten Daenerys in sinnlicher Absicht oder seinem Gaul zur Fortbewegung – kann natürlich auch nicht zufrieden sein. Schließlich starb er in der ersten Staffel einen bitteren Wundfiebertod, was seiner Gemahlin Daenerys ermöglichte, zur ersten weiblichen Führerin der Reiterhorden aufzusteigen.

Momoa, der als Conan, Aquaman und Hauptdarsteller der Trapperserie „Frontiers“ inzwischen ein begehrter Star geworden ist, hat Drogos „GoT“-Feld doch nicht deswegen so früh geräumt, um sich anhören zu müssen, dass die Frauenpower seiner coolen Gattin auf den letzten Serienmetern in reinen Wahnsinn verwandelt wurde.

Game of Thrones Staffel 8 – Das Ende war doch schon früh klar

Freilich: Daenerys hatte in der zweiten Staffel im Turm der Hexer, als sie ihre entführten Babydrachen suchte, ja schon ihre beiden möglichen Zukünfte als Visionen gesehen. Zum einen war da ihre bereits verpasste Zukunft mit Ehemann Drogo und ihrem nie geborenen Baby in der gemeinsamen Dothrakijurte. Zum anderen sah man den ruinierten Bergfried und den Schatten eines einzigen Drachen (Drogon), der über den roten Ziegeldächern von Königsmund schwebte.

Schon damals war also klar, wie das mit ihr dereinst enden würde (und dass Drogons Drachenbrüder Rhaegal und Viserion im Endkampf keine Rolle mehr spielen würden). Den Schatten sah man in der vorletzten Episode der letzten Staffel wieder.

Game of Thrones Staffel 8 – Ein kleiner Trost für die Wütenden

Ein Trost für die Fans und vielleicht auch für Momoa: Daenerys’ Getreuster Grauer Wurm wird von den giftigen Schmetterlingen mit Sicherheit verschont bleiben, weil Tiere in der Welt von Westeros (siehe Drogon, Schattenwölfe) empathisch und intelligent sind, Gut von Böse, Richtig von Falsch unterscheiden können. Grauer Wurm wird nachts anlanden, wo die tagaktiven Schmetterlinge schlafen und er wird sie (und das friedliebende Volk der Insel) mit seinen abenteuerlichen Geschichten von der tollen Missandei bezaubern. Am Ende ist ja auch nur eine der hundert Arten giftig. Alles wird gut. Am Ende vielleicht auch die Stimmung der „GoT“-Fans.

In jedem Fall gut drauf sind die (eher wenigen) Serien-Theoretiker, die alles auf Jaqen H’ghar setzten. Durchaus möglich, dass der vom deutschen Schauspieler Tom Vlaschiha gespielte Gestaltwandler das Äußere von Bran angenommen hat und über Westeros herrscht.

Von Matthias Halbig/RND

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