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Medien & TV Tom Hanks produziert Miniserie über Las-Vegas-Legende Sammy Davis Jr.
Nachrichten Medien & TV Tom Hanks produziert Miniserie über Las-Vegas-Legende Sammy Davis Jr.
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11:39 07.06.2019
Sammy Davis Jr. Quelle: picture alliance / Everett Colle
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Los Angeles

Er war einer der ersten Afroamerikaner die USA-weit Beachtung und Bewunderung fanden: Sammy Davis Jr. (1925–1990) war Schauspieler, Sänger, Tänzer und Mitglied des sogenannten Rat Pack, einer Künstlergruppe um Frank Sinatra, zu der auch Dean Martin und Peter Lawford zählten.

Sammy Davis Jr. – Tom Hanks macht eine Serie aus seinem Leben

Jetzt will Schauspieler und Produzent Tom Hanks mit „Empire“- Schöpfer Lee Daniels Davis’ Leben verfilmen. Grundlage der Serie mit dem Arbeitstitel „Sammy“ soll die Biografie „In Black and White: The Life of Sammy Davis Jr.“ werden. Wer Davis spielt, ist noch offen.

Davis stammte aus dem New Yorker Stadtteil Harlem und war der Sohn eines afroamerikanischen Entertainers und einer puertorikanischen Tänzerin. Als sich seine Eltern trennten, nahm der Vater den Dreijährigen mit auf Tour. Von seinem Vater lernte der kleine Sammy das Tanzen und trat schon als Kind mit ihm auf. Der Vater schirmte ihn vor dem alltäglichen Rassismus in Amerika ab, mit dem der Sohn erst während seines Militärdienst im Zweiten Weltkrieg böse Erfahrungen machte.

Sammy Davis Jr. – angefeindet von amerikanischen Rassisten

Was sich später fortsetzte. Im amerikanischen Süden wurde Samuel George Davis 1957 wegen seiner Beziehung zu der Schauspielerin Kim Novak angefeindet. Harry Cohn, der Chef von Columbia Records, beauftragte daraufhin den Gangster John Roselli, Davis klarzumachen, dass Davis Novak nicht weiter daten dürfe. Hass der amerikanischen Rassisten schlug ihm auch 1960 nach der Hochzeit mit der gebürtigen schwedischen Schauspielerin May Britt entgegen. Und auch seine Rolle in der Broadway-Produktion „Golden Boy“ (1964–1966), in der seine Figur eine Beziehung zu einer Weißen hatte, ließ in den USA die Diskussion über gemischtrassige Beziehungen neu aufflammen.

Die schwarze Community verübelte Davis 1972 seine Parteinahme für den republikanischen Präsidenten Richard Nixon – die Davis später selbst bedauerte. Berühmt wurde seine Antwort an Jack Benny, der ihm beim Golfen nach seinem Handicap fragte: „Handicap? Wenn wir über Handicaps reden – ich bin ein einäugiger schwarzer Jude.“ Sein Auge verlor er 1954 bei einem Autounfall in San Bernardino, der ihn beinahe das Leben kostete.

Von RND/dpa

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