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Medien & TV Verbot von Foto des inhaftierten Jörg Kachelmann war rechtens
Nachrichten Medien & TV Verbot von Foto des inhaftierten Jörg Kachelmann war rechtens
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11:56 10.01.2019
TV-Moderator Jörg Kachelmann im Studio der Talkshow "Riverboat" des Mitteldeutschen Rundfunks. Quelle: Sebastian Willnow/dpa
Straßburg

Ein 2010 aufgenommenes Foto des damals inhaftierten TV-Moderators und Wetterexperten Jörg Kachelmann ist zu Recht verboten worden. Die von deutschen Gerichten getroffene Entscheidung gegen eine weitere Veröffentlichung und Verbreitung des Bildes sei keine unzulässige Verletzung der Meinungsfreiheit, urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am Donnerstag in Straßburg. Er wies damit die Klagen der „Bild“-Zeitung und des Medienkonzerns Axel Springer als unzulässig ab.

„Bild“ hatte im Juli 2010 in der Printausgabe und online ein Foto von Kachelmann gezeigt. Darauf war der damaligen Untersuchungshäftling, dem zu der Zeit Vergewaltigung vorgeworfen und der später freigesprochen wurde, mit nacktem Oberkörper im Kreise von Mitgefangenen im Gefängnishof zu sehen, wie der EGMR in einer Mitteilung rekapitulierte.

Alle Gerichte gaben Kachelmann recht

Kachelmann klagte gegen das Foto und bekam vom Kölner Landgericht und Kölner Oberlandesgericht (OLG) Recht. „Bild“ und Springer-Konzern durften demnach das Foto nicht weiter veröffentlichen oder verbreiten und mussten Kachelmann eine „moderate“ Summe an Anwaltskosten erstatten, wie der Menschenrechtsgerichtshof weiter erklärte. Beim Bundesverfassungsgericht scheiterten „Bild“ und Springer-Konzern ebenfalls.

In den Augen der Straßburger Richter hat die deutsche Justiz in den Verfahren die Rechte von „Bild“ und Springer-Konzern auf Meinungsfreiheit und Kachelmanns Recht auf Privatleben fair miteinander abgewogen. Unter anderem machte der EGMR geltend, dass das Foto zwar nicht herabwürdigend für Kachelmann gewesen sei. Es habe ihn aber in einer Situation gezeigt, in der er nicht erwarten konnte, fotografiert zu werden. Alles in allem sahen die Richter keine Veranlassung, Deutschland wegen Verletzung der Meinungsfreiheit zu verurteilen. Ihre Entscheidung ist abschließend.

Von epd/RND

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