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Medien & TV Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert Sat.1 für Dokumentation
Nachrichten Medien & TV Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert Sat.1 für Dokumentation
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18:48 08.08.2019
Die Episode lief in der Reihe "Akte" von Sat.1. Quelle: , Sat.1
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Unterföhrung

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma übt Kritik an einer Dokumentation des Senders Sat.1. Der Film „Roma: Ein Volk zwischen Armut und Angeberei“, den der Sender am 7. August um 22.25 Uhr ausgestrahlt hat, diffamiere die Angehörigen von Sinti und Roma „auf eine widerwärtige und rassistische Art“, heißt es in dem Schreiben. Er provoziere Hassrede und Gewalt gegen Minderheiten und reihe sich in Tradition von Nazi-Propagandafilmen ein.

Die Sat.1-Doku soll Hass und Gewalt gegen Minderheiten provozieren

Die Dokumentation, die in der Reihe „Akte“ läuft, thematisiert einerseits kriminelle Aktivitäten eines Familienclans in Deutschland und berichtet andererseits von Angehörigen der Roma, die in Armut leben – beispielsweise auf einer Müllhalde in Rumänien. Im Film sagt etwa ein Sprecher aus dem Off: „Die Müllhalde ist seit Jahrzehnten Grundlage der Roma.“ Oder: „Die Roma waren bisher die einzig funktionierende Mülltrennung.“

In einem Statement reagiert der Sender auf die Vorwürfe – und sieht sich unberechtigt in der Kritik. „Wir weisen die Kritik aufs Schärfste zurück. Unsere aktuelle Reportage ist ein ausgewogener, journalistisch einwandfreier Bericht über mehrere Familien in Deutschland und Osteuropa“, so die Sat.1-Sprecherin Diana Schardt auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Die Produktion thematisiere gelungene Integrationsprojekte ebenso wie Armut und unzumutbare Lebensumstände. Die Dokumentation ist auf der Website von Sat.1 abrufbar. Der Zentralrat fordert die Landesanstalt für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz auf, die Inhalte des Beitrags zu prüfen.

Von Geraldine Oetken/RND

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