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Medien Nach „Chernobyl“-Serie: Russland will eine eigene, patriotische Serie über die Reaktorkatastrophe drehen
Nachrichten Medien Nach „Chernobyl“-Serie: Russland will eine eigene, patriotische Serie über die Reaktorkatastrophe drehen
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10:11 11.06.2019
HBO hat mit der Mini-Serie „Chernobyl“ viel Lob eingeheimst – doch Russland will lieber eine eigene, patriotische Version drehen. Quelle: Sky UK Ltd/HBO
Moskau

Die HBO-Serie „Chernobyl“ setzte sich kürzlich an die Spitze der beliebtesten Serien – und erzählt auf bedrückende Weise, wie es zur Reaktorkatastrophe 1986 kam und die Sowjetunion viel zu spät reagierte. Kritiker von der „New York Times“ über die BBC und andere internationale Medien feiern die HBO-Produktion, auch in Russland.

Das russische Staatsfernsehen ist allerdings überhaupt kein Fan von „Chernobyl“ – und hat eine eigene Serie in Auftrag gegeben. „Ich will zeigen, was damals wirklich passiert ist“, zitiert die BBC den Regisseur der russischen Version, Aleksey Muradov.

Mehr zum Thema: HBO-Miniserie „Chernobyl“ – unsere Langkritik

Russisches Staatsfernsehen platziert CIA-Spion im Tschernobyl-Serie

„Wirklich passiert sein“ soll folgendes. Amerikaner sollen das Kernkraftwerk in Tschernobyl infiltriert haben. „Viele Historiker schließen die Möglichkeit nicht aus, dass am Tag der Katastrophe ein ausländischer Agent auf der Anlage gearbeitet hat“, so der Regisseur laut der BBC weiter. Also werde ein amerikanischer CIA-Spion im Kernkraftwerk Informationen sammeln – natürlich ist ihm ein sowjetischer Agent auf den Fersen.

Die Kritik mancher russischer Blätter an der HBO-Serie „Chernobyl“: Sie würde den heroischen Einsatz der Notfallhelfer, die die Strahlungen liquidieren sollten, nicht genug würdigen.

Laut „Hollywood Reporter“ soll das russische Kulturministerium 30 Millionen Rubel, ungefähr 410.000 Euro, für die Produktion einer russischen Tschernobyl-Serie bereit gestellt haben. Am Samstag, 26. April 1986, explodierte der Reaktor Nummer 4 in Tschernobyl in der ukrainischen Stadt Pripyat. Erst am Sonntag, 27. April, wurde die Stadt Pripyat evakuiert – 31 Menschen starben im direkten Zusammenhang mit der Explosion, Unzählige litten an Langzeitfolgen wie Krebs. Eine genaue Zahl, wie viele Menschen aufgrund der Langzeitfolgen der Strahlungen von Tschernobyl starben, ist nicht bekannt.

Von RND/goe

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