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Ostdeutschland Arbeiten im Plan: Einheitsdenkmal wird zum 3. Oktober 2022 fertig
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Arbeiten im Plan: Einheitsdenkmal wird zum 3. Oktober 2022 fertig

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10:21 27.12.2021
Die Teile für die seit Jahren umstrittene begehbare Skulptur entstehen in der Halle einer Stahlbaufirma an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
Die Teile für die seit Jahren umstrittene begehbare Skulptur entstehen in der Halle einer Stahlbaufirma an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Quelle: Sina Schuldt
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Berlin

Das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin kann nach aktueller Planung zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2022 eröffnet werden. Bis dahin will das Stuttgarter Architekturbüro Milla & Partner die weiter andauernden Arbeiten abgeschlossen haben. „Wir gehen davon aus, dass wir in der zweiten Septemberhälfte übergeben können“, sagte Kreativdirektor Sebastian Letz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Das „Bürger in Bewegung“ genannte Einheitsdenkmal entsteht derzeit in unmittelbarer Nachbarschaft des Humboldt Forums auf dem Sockel am Standort des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals in Berlins Mitte. Das Konzept der 50 mal 18 Meter großen Konstruktion sieht eine riesige begehbare Schale vor. Bewegen sich ausreichend viele Menschen zu einer Seite, neigt sich die Waage entsprechend.

Arbeiter arbeiten mit Baumaschinen an der Errichtung des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin. Quelle: Yamato Living Ramps

Aktuell wird der vom Sockel entkoppelte Tragtisch gefertigt, auf dem die bewegliche Schale lagern wird. Die komplexe, mehrfach gekrümmte Betonform fertigt das auf Skateparks spezialisierte Unternehmen Yamato Living Ramps aus Hannover.

17 Millionen Euro für die „Einheitswippe“

Der Bundestag hatte das Denkmal 2007 erstmals beschlossen. Der Bau verzögerte sich durch Wettbewerbe, Meinungsverschiedenheiten im Siegerteam und Bedenken von Denkmal- und Tierschützern.

So soll das Einheitsdenkmal einmal aussehen. Quelle: Milla & Partner

Ursprünglich sollte das Denkmal zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im November 2019 eingeweiht werden. Der Termin scheiterte an Finanzierungsfragen. 2018 genehmigte der Haushaltsausschuss des Bundestages die notwendigen 17 Millionen Euro für das begehbare Werk, von Kritikern auch als „Einheitswippe“ bezeichnet.

In Stemwede in Nordrhein-Westfalen wurde die Konstruktion bei dem mit Spezialaufträgen auch aus der Kunstwelt vertrauten Stahlbauunternehmen Heinrich Rohlfing gefertigt. Dort sollen die einzelnen Teile nach Angaben von Kreativdirektor Letz im Frühjahr erstmals zusammengesetzt werden. Anschließend geht es mit mehreren Spezialtransportern nach Berlin, wo die Teile dann zusammengesetzt werden und das Denkmal fertiggestellt wird.



Von RND/dpa