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Nachrichten Pannen-Autobahn: Immer wieder Baumängel
Nachrichten Pannen-Autobahn: Immer wieder Baumängel
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00:00 11.10.2017
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Tribsees/Bad Segeberg

Bereits 2005 macht die Autobahn 20 Schlagzeilen: Brüllbeton zwischen Schönberg und Lübeck sorgt für Ärger, weil der Belag zu hohen Lärmemissionen führt. Im Sommer bekommt die Trasse eine neue Oberfläche, die dem ersten Regen nicht standhält. Autos bleiben in fließendem Asphalt stecken oder werden verschmutzt. Wenige Wochen später bei Lübeck: Die Trave-Brücke sackt ab.

Auf dem gleichen Abschnitt macht der Sommer der Autobahn zu schaffen. Der neue Asphalt wirft Blasen und muss aufgebohrt werden. Es wird nicht das letzte Mal auf der A 20 sein, dass wegen Hitzeschäden Bauarbeiter anrücken müssen.

Im Dezember 2007 halten Böschungen bei Lüdersdorf einem Niederschlag nicht stand. Wieder muss die A 20 teilweise gesperrt werden, damit die Schäden behoben werden können.

Das Land Schleswig-Holstein streitet sich 2008 mit der Baufirma – Baustopp zwischen dem Kreuz Lübeck und Geschendorf im Kreis Segeberg. Wenige Monate später wird bekannt, dass der Abschnitt Lübeck bis Weede 20 Millionen Euro teurer wird. 2009 verklagt die Baufirma das Land Schleswig-Holstein.

Auf der Ostseeautobahn müssen 2009 Baumängel wie holprige Übergänge an Brücken beseitigt werden. Fast zeitgleich kommt heraus, dass die Trasse Lübeck – Geschendorf mehr als doppelt so teuer werden wird.

Oktober 2009, zwischen Wismar und Lübeck: Die Autobahn sackt ab, weil der Boden nicht ausreichend verdichtet worden war. Ähnliche Probleme bei Lübeck in den Folgejahren: Im Januar 2013 treten bei Lübeck erste Frostschäden auf. Im gleichen Jahr wieder Stillstand auf der Baustelle, diesmal bei Bad Segeberg. Naturschützer sehen Fledermäuse gefährdet. Bis heute macht die A 20 wegen langwierigen Planungen von sich reden. Vielerorts müssen regelmäßig Ausbesserungen vorgenommen werden. Der bisher größte Schaden ist jetzt bei Tribsees sichtbar.

phs

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