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Panorama 22-Jähriger ersticht Freundin (21) in Worms – Motiv weiter unklar
Nachrichten Panorama 22-Jähriger ersticht Freundin (21) in Worms – Motiv weiter unklar
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15:16 08.03.2019
Trauernde Nachbarn und Freunde der Familie des Opfers stehen vor dem Eingang eines Einfamilienhauses, in dem die Tochter der Familie von ihrem Freund umgebracht worden war. Quelle: Boris Roessler/dpa
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Worms

Nach dem mutmaßlichen Mord an einer jungen Frau in Worms untersuchen die Ermittler die genauen Hintergründe der Tat. Unter dringendem Verdacht steht der Freund der 21-Jährigen, der weiterhin vernommen wird, wie ein Sprecher der Polizei am Freitag in Mainz berichtete.

Die Frau war in der Nacht zum Mittwoch in ihrem Elternhaus in Worms getötet worden. Dort hatte die Deutsche den Ermittlern zufolge gelebt, ihr Freund war der Polizei zufolge dort zeitweise zu Gast.

22-Jähriger stellte sich selbst der Polizei in Worms

Der 22-Jährige, ein abgelehnter Asylbewerber aus Tunesien, hatte sich am frühen Morgen nach der Tat der Polizei gestellt und erklärt, seine Freundin in einem Beziehungsstreit getötet zu haben. Worum es dabei genau ging, sagte er nach Angaben der Ermittler nicht. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein langes Küchenmesser wurde sichergestellt.

Das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung der Leiche stand am Freitag noch aus. Nach Angaben des Polizeisprechers untersuchten die Ermittler weiterhin den Tatort und befragten zahlreiche Zeugen. Gegen den 22-jährigen Mann wird wegen Mordes ermittelt. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Mutmaßlicher Täter ist der Polizei schon länger bekannt

Der mutmaßliche Täter ist der Polizei schon länger bekannt. Er sei bereits wegen Körperverletzungen, Drogendelikten, Bedrohung und Nötigung aufgefallen, teilten die Ermittler mit. Außerdem habe er im Oktober vergangenen Jahres eine dreiwöchige Haftstrafe wegen Diebstahls abgesessen. Straftaten gegen seine 21-jährige Freundin seien der Polizei bislang nicht bekannt gewesen.

Der Tunesier habe im Oktober 2017 in der Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Karlsruhe einen Asylantrag gestellt. Dieser sei aber abgelehnt worden. Der Mann habe eine Duldung bekommen. Die zuständige Ausländerbehörde habe am Montag entschieden, ihn abzuschieben.

Mutmaßlicher Täter hatte keinen festen Wohnsitz

Der 22-Jährige hatte der Polizei zufolge zuletzt keinen festen Wohnsitz. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mainz war dem Mann in Baden-Württemberg als Asylbewerber ein Wohnsitz zugewiesen worden. Seit Montag sei nach ihm gesucht worden.

An diesem Samstag soll es in Worms einen Trauermarsch für die getötete Frau geben, den Angehörige und Freunde organisieren. Der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) rief die Wormser zum Zusammenhalt auf. „Nur gemeinsam kann die Stadt diese unfassbare Tat verarbeiten“, heißt es in einer Stellungnahme auf der Homepage von Worms. „Lassen Sie uns gemeinsam trauern und lassen Sie uns die Familie unserer Anteilnahme gewiss sein. Wir können der Familie ihr Leid nicht nehmen, aber wir können alles dafür tun, dass sie ihre Trauer in Ruhe verarbeiten kann.“

Von RND/dpa