Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Panorama Auto auf Flughafen-Vorfeld – Verdächtiger in Untersuchungshaft
Nachrichten Panorama Auto auf Flughafen-Vorfeld – Verdächtiger in Untersuchungshaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:24 30.12.2018
Das Foto zeigt das Auto, das auf das Vorfeld des Flughafens gefahren war. Der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Quelle: Privat/NDR/dpa
Anzeige
Hannover

Der 21 Jahre alte Mann, der am Sonnabend mit einem Auto auf das Vorfeld des Flughafens Hannover fuhr und so den gesamten Flugverkehr stundenlang lahmlegte, muss in Untersuchungshaft. Das entschied ein Richter am Amtsgericht Hannover am Sonntagnachmittag.

Dem Polen werden Gefährdung des Flugverkehrs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Fahren unter Drogeneinfluss vorgeworfen. Nach Informationen der „Hannoversche Allgemeine“ veranlasste der Richter die Untersuchungshaft, da der Verdacht besteht, der 21-Jährige könnte in seine Heimat in Polen flüchten.

Am Samstagnachmittag war der Flugverkehr wegen des Zwischenfalls für viereinhalb Stunden eingestellt worden. Der 21-Jährige Mann aus dem polnischen Landkreis Kolberg hatte laut Bundespolizei ein verschlossenes Tor gewaltsam aufgebrochen und war mit seinem BMW auf das Flughafengelände gefahren. Dort hielt der Mann unter einem auf dem Vorfeld stehenden Flugzeug an, wo Beamte der Bundespolizei ihn überwältigten. Er soll Widerstand geleistet haben.

Der Verdächtige schweigt derweil weiter zu seiner Tat. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag. Der Festgenommene habe bislang keine Angaben zur Tat und zu seinem Motiv gemacht.

Betrieb am Flughafen Hannover läuft wieder normal

Unterdessen hat sich der Betrieb am Flughafen Hannover wieder normalisiert. Reisende müssten nicht mit größeren Wartezeiten rechnen, sagte eine Airport-Sprecherin am Sonntag.

Insgesamt seien deutlich weniger Verbindungen von dem Vorfall betroffen gewesen als zunächst angegeben. Man habe fünf Landungen und vier Starts gestrichen, acht Maschinen flogen mit Verspätung ab.

Reicht das Sicherheitskonzept am Flughafen Hannover aus?

Nach dem Vorfall mit dem Eindringling am Flughafen Hannover war die Frage aufgekommen, ob und welche Konsequenzen für das Sicherheitskonzept gezogen werden müssen. Flughafensprecher Sönke Jacobsen sagte am Samstagabend, nur wenige Stunden nach dem Vorfall sei es noch zu früh zu sagen, ob das Sicherheitskonzept überarbeitet werden müsse.

Flughafen-Chef Raoul Hille erklärte im Interview mit der „Hannoversche Allgemeine“, dass der Flughafen seine Rolle in dem Fall hinterfragen werde. Wenn es jemand jedoch darauf anlege, auf das Flughafengelände zu kommen, dann lasse er sich „weder von hohen Zäunen noch dicken Mauern abhalten“, sagte Hille.

Von RND/dpa/tm/frs/ms

Unglück im Erzgebirge: Eine Sechsjährige ist dort aus einem Sessellift gefallen und neun Meter in die Tiefe gestürzt. Wie es dem Mädchen geht, ist derzeit unklar.

30.12.2018

Unglück am Königssee in Bayern: Eine chinesische Touristin ist mehrere Hundert Meter in einen Graben gestürzt und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Sie alarmierte selbst die Rettungskräfte.

30.12.2018

Sofort nach dem Anzünden explodierte der Böller in der Hand des 14-Jährigen: In Hamburg hat ein Jugendlicher durch einen Feuerwerkskörper drei Finger verloren. Er hatte den Böller gefunden.

30.12.2018