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Panorama Brände in Kalifornien: Rund 80 Menschen werden noch vermisst
Nachrichten Panorama Brände in Kalifornien: Rund 80 Menschen werden noch vermisst
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20:10 14.11.2018
Ein ausgebranntes Auto inmitten eines abgebrannten Waldstückes.
Ein ausgebranntes Auto inmitten eines abgebrannten Waldstückes. Quelle: imago/ZUMA Press/Joel Angel Juarez
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Los Angeles

Nach dem verheerenden Flächenbrand in Nordkalifornien ist eine Liste mit den Namen von etwa 80 Vermissten veröffentlicht worden. Viele der Vermissten waren 80 Jahre alt oder älter. Die Aussichten für die Bekämpfung der Flächenbrände in Kalifornien verbesserten sich am Mittwoch durch Wetteränderungen etwas.

Das nordkalifornische Feuer, dem 48 Menschen zum Opfer gefallen sind, hat inzwischen eine Fläche von 544 Quadratkilometer verkohlt, wie der Sprecher der Brandschutzbehörde, Scott McLean, sagte. Es sei zu einem Drittel eingedämmt. Die starken Winde hätten nachgelassen und die Luftfeuchtigkeit sei gestiegen.

Ein sich rasend schnell ausbreitender Waldbrand macht den Feuerwehrleuten in Nordkalifornien zu schaffen. Auch im Süden des US-Bundesstaates lodern flammen. Mehrere Menschen kamen bereits ums Leben, hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen.

In Südkalifornien wurde in dem von einem anderen Großbrand heimgesuchten Gebiet eine dritte Leiche gefunden. Die Polizei teilte mit, der Tod stehe offenbar im Zusammenhang mit dem Flächenbrand westlich von Los Angeles. Das Feuer wurde weiter von Santa-Ana-Winden angetrieben, doch Meteorologen prognostizierten ein Nachlassen der Winde. Es flackerte am Morgen auf, allerdings in unbewohntem Bergland. Bislang hat es eine Fläche von mehr als 394 Quadratkilometer versengt.

Die Aktie von Pacific Gas & Electric stürzte ab, nachdem Opfer des nordkalifornischen Brandes Klage gegen das Elektrizitätsunternehmens einreichten. Sie beschuldigten PG&E, das Feuer verursacht zu haben. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine Haftpflichtversicherung für Waldbrände, die Schäden bis 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) abdeckt.

Fotos zeigen die Villa des deutschen Entertainers Thomas Gottschalk, die während der Feuer in Kalifornien verbrannte.

Falls Firmenanlagen die Schuld an dem Feuer hätten, könnten die Kosten die versicherte Summe übersteigen und sich erheblich auf die Unternehmensfinanzen auswirken, warnte PG&E. Die Aktie verbilligte sich am Mittwoch um mehr als 20 Prozent. Innerhalb von vier Tagen hat sie etwa die Hälfte ihres Werts verloren.

Von RND/AP