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Panorama Razzia gegen Großfamilie – mehr als 500 Ermittler im Einsatz
Nachrichten Panorama Razzia gegen Großfamilie – mehr als 500 Ermittler im Einsatz
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13:23 27.03.2019
Polizisten sind im niedersächsischen Wriedel bei einer Razzia wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs im Einsatz. Quelle: Philipp Schulze/dpa
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Lüneburg

Wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs haben mehr als 500 Ermittler am Mittwochmorgen 13 Gebäude in Norddeutschland durchsucht. Mitgliedern einer polnisch-stämmigen Großfamilie werde Sozialleistungs- und Versicherungsbetrug, Urkundenfälschung sowie Menschenhandel vorgeworfen, teilte die Polizei mit. Die Beamten beschlagnahmten mehr als 30.000 Euro Bargeld, Schmuck und einen VW Bus. Drei Männer und eine Frau wurden festgenommen. Ein Verdächtiger befand sich nach Polizeiangaben in Untersuchungshaft.

Nach ersten Erkenntnissen sind Sozialleistungen im Wert von mehr als 200.000 Euro erschlichen worden. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, in Polen ihren Namen geändert und dann in Deutschland neue Sozialleistungen beantragt zu haben. Ferner hätten sie Menschen zu handwerklichen Arbeiten gezwungen. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Mitglieder der Großfamilie stehen zudem im Verdacht, verschiedene Versicherungen betrogen zu haben. Dabei hätten sie reelle Verkehrsunfälle mehrfach sowie fiktive Verkehrsunfälle abgerechnet.

Razzia waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen

Durchsuchungen gab es unter anderem in Wriedel im Kreis Uelzen, Waddeweitz im Kreis Lüchow-Dannenberg und Hamburg. Auch in Schleswig-Holstein waren Beamte im Einsatz. Bundesweit wurden mehrere Rechtsanwaltskanzleien durchsucht. Ziel sei es gewesen, Beweise sicherzustellen, Haftbefehle zu vollstrecken und illegale Gewinne zu beschlagnahmen. Die Ergebnisse werden nun ausgewertet. Die Razzia geht auf einen Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg zurück. Dem Einsatz waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen.

Von RND/dpa