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Panorama Comeback von Frufoo: Das ändert sich beim Kultquark
Nachrichten Panorama Comeback von Frufoo: Das ändert sich beim Kultquark
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15:41 19.09.2019
Der Frufoo Kinderquark kommt zurück. Quelle: Emmi Deutschland Gmbh
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Moers

Diese Nachricht hat bei vielen Neunziger-Kids Nostalgiegefühle ausgelöst: Der Frufoo Kinderquark kommt zurück. Anfang September hatte die Emmi Deutschland GmbH auf Facebook bekannt gegeben, dass der Kultquark bald wieder in den Supermarktregalen stehen soll. „Der permanente Wunsch von Fans nach einer Rückkehr von Frufoo und die damit verbundenen Fake News zur Wiedereinführung haben Emmi dazu bewogen, den kultigen Fruchtquark von Onken wieder in die Kühlregale zu bringen“, hatte eine Sprecherin damals erklärt.

Allerdings ließ das Unternehmen auch durchblicken, dass sich an der Rezeptur des Kultquarks etwas ändern könnte. Man wolle das Produkt den „Ansprüchen der heutigen Generation“ anpassen, hieß es. Verständlich – schließlich war der Nachtisch in den Neunzigern völlig überzuckert und ganz bestimmt nicht gesund für Kinder.

Frufoo wird an heutige Zeit angepasst

Inzwischen ist klar, was genau sich am Frufoo ändern wird. Das Unternehmen hat nähere Details zur Markteinführung des Quarks veröffentlicht. Darin spricht Emmi von einer „cleanen Rezeptur ohne Farb- und Konservierungsstoffe“. Damit passe man den Nachtisch der heutigen Zeit an.

Ob der Frufoo weiterhin so schmeckt wie damals, lässt das Unternehmen allerdings offen. Der Quark sei ein „fruchtiger Quarkstrudel aus Erdbeeren und Banane“, heißt es nur von Emmi.

Upcycling statt Plastikfiguren

Doch nicht nur die Rezeptur des Frufoo ändert sich: Statt der kultigen Plastikfiguren setze man künftig auf Upcycling. Bei dem Verfahren werden aus Abfallprodukten neue Dinge geschaffen – wie eben die bekannten Alienfiguren in der Verpackung des Kinderquarks.

Auf der Verpackung soll es zudem Vorlagen zum Ausschneiden und Basteln geben. Diese seien „von Kindern für Kinder“ entwickelt worden. Das Unternehmen spricht dabei von „Retrofeeling im digitalen Zeitalter“. Die veränderten Becher und der Karton drum herum reduzierten zudem den Plastikmüll, heißt es.

Apropos Becher: Die Verpackung des Neunziger-Frufoo hatte einst ein Loch in der Mitte, worin sich die Spielfigur befand. Die ersten Bilder des Comeback-Quarks deuten eine andere Form des Bechers an.

Fans kritisieren Änderungen

Nicht bei allen kommen diese Änderungen gut an. Auf Facebook hagelt es Kritik: „Tja, mal wieder nicht genau dem Verbraucher zugehört. Das Original war gewünscht!“, schreibt eine Nutzerin. „Sorry, aber Fruchtquarks gibt es genug auf dem Markt. Ihr seid dann nur einer von vielen. Daher ist euer Konzept leider misslungen. Es wäre das Comeback des Jahres gewesen. Aber nun habt ihr genau das Gegenteil gemacht, was eure Kunden wünschen. Daher werdet ihr mit diesem Produkt in der Form keinen Erfolg haben“, schreibt ein anderer.

Liebe Frufoo-Fans,nach 15 Jahren in fernen Galaxien ist Frufoo zurück und hat sich weiterentwickelt. Denn in 15 Jahren...

Gepostet von Fruci Frufoo am Montag, 16. September 2019

Doch es gibt auch positive Stimmen: „Also ich finde die Idee, das Produkt neu zu entwickeln, genial. Der moderne Gedanke, nachhaltig zu sein und das Produkt so anzupassen, finde ich mega“, schreibt ein Frufoo-Fan auf Facebook.

Wann genau kommt Frufoo zurück?

Der Frufoo wird in diesem Jahr 25 Jahre alt, war aber seit 15 Jahren nicht mehr in den Supermärkten erhältlich. „15 Jahre in fremden Galaxien sind nicht spurlos an dem Nostalgieklassiker vorübergegangen“, erklärt die Molkerei die Änderungen an Rezeptur und Verpackung.

Unklar war auch bislang, wann genau der Kultquark zurück in die Supermarktregale findet. Auch dieses Geheimnis ist jetzt gelüftet: Im Oktober wird es so weit sein. Laut Unternehmen allerdings „nur für kurze Zeit“.

Die erneute Markteinführung des Quarks war mit einer großen Marketingkampagne der Emmi-Molkerei einhergegangen. Auf einer Website hatte das Unternehmen Fans des Quarks abstimmen lassen, ob sie Frufoo zurück wollen. 15.000 Stimmen sollten dafür notwendig gewesen sein – am Ende forderten sogar 425.000 Fans die Rückkehr des Produkts.

Immer wieder Falschmeldungen über Wiedereinführung

Zuvor hatte es immer wieder Falschmeldungen über die Wiedereinführung des Kinderquarks gegeben. Das Unternehmen hatte die Wiedereinführung auf seiner Facebook-Seite immer wieder dementieren müssen.

Dass frühere Kultprodukte hin und wieder den Weg zurück in die Läden finden, ist derweil gar nicht so selten. Das Unternehmen Mars beispielsweise spielt regelmäßig mit der Rückkehr seines Schokokekses Raider, der 1991 in Twix umbenannt wurde. Für Werbekampagnen kam der Snack gleich viermal als Raider zurück.

Lesen Sie auch: Comeback von Frufoo: Diese zwölf Snacks der Neunziger sind auch Kult

Von Matthias Schwarzer/RND

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