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Panorama Erzieher missbraucht Siebenjährige an Grundschule – Bewährungsstrafe
Nachrichten Panorama Erzieher missbraucht Siebenjährige an Grundschule – Bewährungsstrafe
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14:51 11.07.2019
Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal. Quelle: Thomas Frey/dpa
Dresden

„Sie war extrem anhänglich und auf mich fixiert und ich habe diese Anhänglichkeit geduldet. Sie hat auch nie gesagt, dass sie das nicht möchte.“ Der 34-jährige Angeklagte hat die Anhänglichkeit nicht nur geduldet, er hat sie auch wider besseren Wissens ausgenutzt. Er war Hortner in einer Dresdner Grundschule und „sie“ ein siebenjähriges Mädchen in der zweiten Klasse. Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen musste er sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, das Mädchen mehrmals im Hort der Schule sexuell motiviert berührt, dem Kind Hose und Slip heruntergeschoben und das Mädchen im Schambereich gestreichelt, einmal sogar geküsst zu haben. Irgendwann erzählte die Kleine ihrem Vater davon, der den Hortner zur Rede stellte. Der Angeklagte zeigte sich dann selbst an. Er verließ die Schule, ging am nächsten Tag zum Psychologen und macht seitdem eine Therapie.

Erzieher über das Mädchen: „Sie war extrem anhänglich“

Der 34-Jährige war seit Jahren Hortner und hat sich vorher nie etwas zuschulden kommen lassen. Warum dann plötzlich dieses Mädchen? „Sie war extrem anhänglich. Ich konnte damit nicht umgehen, ich fühlte mich zu ihr hingezogen. Ich wollte mir nicht eingestehen, dass ich Probleme im Bereich der Pädophilie habe.“

Seinen Beruf hat er aufgegeben und sich einen Job gesucht, bei dem er nichts mit Kindern zu tun hat. Dies und sein Geständnis, das dem Mädchen eine Aussage vor Gericht ersparte, wurde ihm positiv angerechnet. Der Angeklagte wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss er 2000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen.

Von Monika Löffler/RND

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