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Panorama Fall Walter Lübcke: Ermittler werten Videos aus – „Da wird keine Pause gemacht“
Nachrichten Panorama Fall Walter Lübcke: Ermittler werten Videos aus – „Da wird keine Pause gemacht“
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10:46 07.06.2019
Absperrband ist vor dem Haus des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) zu sehen. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Kassel

Die Ermittler im Fall des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) werten weiterhin Bilder und Videos der Tatnacht aus. Die Sichtung des Materials sei zeitaufwendig, weil Videos minuziös begutachtet werden müssten, sagte am Freitag Torsten Werner, Sprecher der Sonderkommission (Soko) in Kassel. Wonach die Ermittler suchen, könne man nicht bekanntgeben.

Nach einem Zeugenaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ waren 80 Hinweise eingegangen. Dabei handelt es sich auch um Fotos und Videos einer Kirmes in unmittelbarer Tatortnähe. Bisher gibt es aber keine heiße Spur. Motiv und Täter sind unbekannt. Die Auswertung des Materials wird laut Werner noch Tage dauern.

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Fall Walter Lübcke: Ermittler machen auch am Pfingstwochenende keine Pause

Auch am langen Pfingstwochenende arbeitet die Soko. „Da wird keine Pause gemacht“, sagte der Sprecher. In welcher Personalstärke die 50-köpfige Sonderkommission arbeite, hänge vom Ermittlungsstand ab. Am Freitagmorgen begannen Einsatzkräfte erneut, weitere Spuren am Tatort in Wolfhagen-Istha bei Kassel zu suchen. Diese Arbeit sollte im Laufe des Tages aber endgültig abgeschlossen und das Wohnhaus Lübckes wieder freigegeben werden.

Lübcke war in der Nacht zum Sonntag gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Obduktion ergab, dass der Politiker mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe getötet worden war.

Walter Lübcke: Hasskommentare in sozialen Medien

Nach Bekanntwerden des Todes von Lübcke tauchten auf sozialen Medien Hasskommentare auf. Dazu sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass die Ermittler Kommentare über soziale Medien gegebenenfalls „auf strafrechtliche Relevanz überprüfen werden“.

Auch in der TV-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ wurde am Mittwochabend über den Fall berichtet. Anschließend waren neue Hinweise bei den Ermittlern eingegangen.

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Von RND/dpa