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Panorama Fitnessstudio verbietet Sportlerin das Kopftuch
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10:57 05.02.2019
Zomaijah Ahmadi wurde in zwei Filialen des Fitnessloft dazu aufgefordert, beim Training ihr Kopftuch abzunehmen. Quelle: Moritz Frankenberg/privat
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Hannover

In Hannover wurde einer 35-jährigen Muslima untersagt, mit Kopftuch im Fitnessstudio zu trainieren. Wie die „Hannoversche Allgemeine“ berichtet, wurde Zomaijah Ahmadi dazu aufgefordert, das Kopftuch abzunehmen, oder das Training zu beenden. Ahmadi fühlt sich diskriminiert, das Fitnesstudio verwies laut „HAZ“ auf erhöhte Unfallgefahr.

„Der Mitarbeiter kam auf mich zu und sagte, dass ihm das jetzt sehr unangenehm sei, aber er müsse mich auf das Verbot hinweisen“, sagt Zomaijah Ahmadi. „Ich war sehr schockiert.“ Seit Jahren gehe sie in Fitnessstudios, aber solch ein Verhalten „habe ich noch nicht erlebt“, so die gebürtige Hannoveranerin mit afghanischen Wurzeln.

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Als Begründung führt das Fitnessstudio in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen an: „Zur Vorbeugung von Unfällen und Erhalt der körperlichen Unversehrtheit ist das Tragen von Schmuck und Kopfbedeckungen beim Training nicht erlaubt.“

Für Ahmadi, die Rechtswissenschaften studiert, ergibt diese Argumentation keinen Sinn. Sie verweist darauf, dass auch kleine Mädchen mit Kopftuch unbeschadet am Sportunterricht teilnehmen.

Fitnessloft war für die „HAZ“ trotz mehrfacher Nachfrage nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Von RND/Peer Hellerling

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