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Panorama Journalistin kritisiert XL-Schaufensterpuppen – und erntet Shitstorm
Nachrichten Panorama Journalistin kritisiert XL-Schaufensterpuppen – und erntet Shitstorm
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07:12 13.06.2019
Das vom Sportartikelhersteller Nike zur Verfügung gestellte Foto zeigt eine Plus-Size-Schaufensterpuppe, die im Nike-Flagship-Store in London für Sportbekleidung wirbt. Quelle: Nike/dpa
London

Plus-Size-Schaufensterpuppen, die für Sportbekleidung werben, haben eine heftige Diskussion in den sozialen Netzwerken ausgelöst.

Besonders die Äußerungen der britischen Journalistin Tanya Gold heizten die Debatte an. Die Puppen, die der Sportartikelhersteller Nike vergangene Woche in seinem Flagship-Store in London enthüllt hatte, würden Fettleibigkeit bewerben, schrieb Gold in einem in sozialen Medien verbreiteten Artikel für den britischen „Sunday Telegraph“.

„Sehe aus wie Nike-Schaufensterpuppe und bin Marathon gelaufen“

Der US-Konzern verkaufe Frauen eine „gefährliche Lüge“. Die neue Schaufensterpuppe sei „immens, gewaltig, gigantisch“, schrieb die Journalistin weiter. Das Mannequin sei in jeder Hinsicht fettleibig und sehe nicht so aus, als bereite es sich für einen Lauf in seinen Sportklamotten vor.

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Auf Twitter wurden diese Äußerungen scharf kritisiert. „Ich sehe aus wie diese Nike-Schaufensterpuppe und ich bin dieses Jahr eine Zehn-Kilometer-Strecke, einen Halbmarathon und einen Marathon gelaufen“, schrieb eine Nutzerin. Eine andere Nutzerin twitterte, der Artikel schüre Hass und Mobbing, und forderte eine Entschuldigung von der Zeitung.

Korpulente Menschen regen sich über Dilemma auf

Auch die Männer geben sich empört. Ein User schreibt: „Das geht komplett am Thema vorbei. Meinen Glückwunsch an Nike, das dabei hilft, das Training integrativer zu gestalten, insbesondere für diejenigen, die die ersten Schritte im Sport unternehmen. Ein anderer nennt den verbreiteten Artikel der Journalisten Gold „eine Schande“. Er findet, dass jeder zu Bewegung fähig sei und dabei angemessene Kleidung dürfe, wenn er Sport macht. Die vorherrschende Einstellung dazu müsse sich ändern.

Die schlechte Gemütslage vieler aufgebrachter Twitternutzer bringt ein Mann auf den Punkt, indem er ein Dilemma vieler korpulenter Menschen beschreibt. „Als fettleibiger Mann, kann ich Ihnen sagen, dass die Beschämungen aus allen Richtungen kommen. Mir wurde gesagt, ins Fitnessstudio zu gehen. Dort bekam ich zuhören, dass ich hier nichts zu suchen habe,“ schildert der User seine Situation.

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Von RND/dpa

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