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Panorama Junge (8) vor Zug gestoßen: Er wollte mit seiner Mutter in den Sommerurlaub
Nachrichten Panorama Junge (8) vor Zug gestoßen: Er wollte mit seiner Mutter in den Sommerurlaub
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09:41 31.07.2019
Passanten und Reisende haben an Gleis 7 am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main Blumen und Stofftiere abgelegt. Quelle: imago images / epd
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Frankfurt

Über den mutmaßlichen Täter am Frankfurter Hauptbahnhof ist viel geredet worden, nun werden auch Details über die Opfer bekannt: Demnach wollten der getötete achtjährige Junge und seine 40-jährige Mutter mit dem ICE in den Urlaub nach Österreich fahren.

Von einer Bekannten der Familie will die „Bild“-Zeitung dies erfahren haben. Nach den Informationen wollten die Mutter und ihr Sohn mit dem Zug anreisen. Die zwölfjährige Schwester des Jungen war mit der besten Freundin der Mutter im Auto unterwegs. Ebenso saßen der Sohn der Freundin sowie ein Familienhund in dem Wagen.

Das Auto wurde auf einem Rastplatz gestoppt

Am Ziel in Österreich kam das Auto nach Informationen der „Bild“ nicht an: Die Polizei rief auf dem Handy der Frau an und bat sie, den Wagen auf einem Rastplatz in Baden-Württemberg zu stoppen. Dort erfuhren die Urlaubsfahrer von der Tragödie in Frankfurt. Seelsorger waren vor Ort.

Im Video: 400 Menschen gedenken des in Frankfurt getöteten Jungen

Über den 40-jährigen Eritreer, der den Jungen am Montag mit einem Stoß vor einen einfahrenden ICE getötet haben soll, sind am Dienstag weitere Angaben bekannt geworden: Er lebte seit 2006 in der Schweiz, wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Dienstag sagte. Laut Züricher Polizei war der Mann in diesem Jahr in psychiatrischer Behandlung. Vergangene Woche kam es zu einer Gewalteskalation, der Mann floh aus der Schweiz. Hinweise auf eine politische Radikalisierung fanden die Ermittler nach eigenen Angaben nicht.

Der Mann bedrohte die Nachbarin

Laut der Kantonspolizei Zürich sperrte der Mann vergangenen Donnerstag seine Ehefrau und die drei gemeinsamen Kleinkinder im Alter von ein, drei und vier Jahren sowie eine Nachbarin in ihren Wohnungen in Wädenswil ein. Zuvor hatte er demnach die Nachbarin angegriffen und sie verbal sowie mit einem Messer bedroht. Daraufhin sei er in der Schweiz zur Festnahme ausgeschrieben gewesen, sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann in Berlin.

Das Motiv für die Tat blieb weiter unklar. Am Montag hatte der Verdächtige einen achtjährigen Jungen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Der Junge starb noch im Gleisbett, die Mutter konnte sich retten und wurde verletzt.

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