Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Panorama Leiche von deutschem Segler auf Philippinen geborgen
Nachrichten Panorama Leiche von deutschem Segler auf Philippinen geborgen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:33 05.03.2017
Das Boot des entführten und später ermordeten deutschen Seglers in philippinischen Gewässern.
Das Boot des entführten und später ermordeten deutschen Seglers in philippinischen Gewässern. Quelle: Westmincom
Anzeige

Manila (dpa) – Nach dem brutalen Mord an einem deutschen Segler hat das Militär auf den Philippinen seine Gangart gegen die Terrorgruppe Abu Sayyaf verschärft. Bei Gefechten mit Anti-Terror-Einheiten wurden nach Angaben eines Militärsprechers übers Wochenende mindestens 14 mutmaßliche Islamisten getötet.

Erst nach mehrtägiger Suche wurde auf der Insel Jolo nun auch die Leiche des 70-Jährigen entdeckt. Der Tote soll bald nach Deutschland zurückgebracht werden.

Der Mann war Anfang November auf einer Segeltour zwischen den Philippinen und Malaysia entführt worden. Die Terrorgruppe wollte damit Lösegeld erpressen, jedoch ohne Erfolg. Daraufhin wurde der Segler am Sonntag vergangener Woche enthauptet. Seine 59 Jahre alte Begleiterin war schon bei dem Überfall erschossen worden. Das Paar war trotz vieler Warnungen in einem Gebiet unterwegs, das wegen Abu Sayyaf berüchtigt ist.

Die Terrorgruppe kämpft schon seit Jahrzehnten im Südwesten der Philippinen für einen eigenen Staat. Sie finanziert sich mit Entführungen, vor allem von Ausländern. Aktuell sollen sich mehr als zwei Dutzend Geiseln in ihrer Hand befinden. Der Sprecher des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, Ernesto Abella, versprach abermals, dass die Mörder des Seglerpaars mit aller Härte bestraft würden.

Nach Angaben eines regionalen Militärkommandanten vom Sonntag wurden allein seit Freitag 14 mutmaßliche Islamisten getötet. „Unsere Truppen sind bis zum Äußersten motiviert, um diese Banditen zu verfolgen“, sagte er. Die Leiche des Seglers wurde in einem Dorf nahe der Stadt Indanan entdeckt. Dort war auch das Versteck seiner Entführer vermutet worden. Wenige Stunden vor dem Mord hatte die philippinische Luftwaffe dort Angriffe geflogen.

Mehr zum Thema

Nach dem Fund einer getöteten Frau im brandenburgischen Müllrose gerät der Enkel unter Tatverdacht. Die Großfahndung nach dem 24-Jährigen endet tragisch - zwei Polizisten sterben bei dem Einsatz.

28.02.2017

Die Fussilet-Moschee in Berlin galt als „Terrornest“ - spätestens seit bekannt wurde, dass der Attentäter vom Weihnachtsmarkt, Anis Amri, hier ein- und ausging. Jetzt macht Berlin den Laden zu. Hätte das schon früher passieren können?

28.02.2017

Von der Polizeisperre wollte sich ein 24 Jahre alter Mann nicht aufhalten lassen. Zwei Beamte rast er nieder, landet auf einem Feld und will weiter fliehen. Ein Anwohner: „Der schien, als wenn er voll unter Stoff stehen würde.“

28.02.2017
05.03.2017
05.03.2017