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Panorama NSU-Prozess bis Dienstag unterbrochen
Nachrichten Panorama NSU-Prozess bis Dienstag unterbrochen
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15:43 19.07.2017
Hauptangeklagte im NSU-Prozess ist Beate Zschäpe. Sie lebte fast 14 Jahre mit den Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund. Quelle: Peter Kneffel
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München

Die Plädoyers im Münchner NSU-Prozess werden frühestens am kommenden Dienstag beginnen. Wegen teils heftiger Auseinandersetzungen über mögliche Tonaufnahmen des Schlussvortrags der Bundesanwaltschaft beendete der Vorsitzende Richter Manfred Götzl den Prozesstag am Mittwochnachmittag.

Das Verfahren wird am Dienstag fortgesetzt. Das Oberlandesgericht hatte am Vormittag die Anträge sämtlicher Verteidiger abgelehnt, das Plädoyer der Ankläger aufzuzeichnen. Dagegen intervenierte zunächst der Anwalt des Mitangeklagten Ralf Wohlleben, Olaf Klemke. Er beantragte unter anderem, notfalls einen Stenotypisten mit der Mitschrift des Plädoyers zu beauftragen. Dem schlossen sich fast alle Verteidiger der fünf Angeklagten an. Darüber muss das Gericht nun beraten und entscheiden.

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Beate Zschäpe ist als einzige als Mitglied des NSU angeklagt. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr die volle Mittäterschaft an allen NSU-Verbrechen vor. Das sind neun rassistisch motivierte Morde der „Ceska-Serie“, der Mord an der Polizistin Michele Kiesewetter, zwei Sprengstoffanschläge mit vielen Verletzten und mehr als ein Dutzend Raubüberfälle.

Die unmittelbaren mutmaßlichen Todesschützen, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, hatten sich nach einem gescheiterten Bankraub im November 2011 das Leben genommen. Im Prozess hatte Zschäpe gesagt, immer erst nach den Taten davon erfahren zu haben.

dpa

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