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Panorama „Plötzlich war überall die Polizei“
Nachrichten Panorama „Plötzlich war überall die Polizei“
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21:16 07.04.2018
Am Sonnabendnachmittag fuhr ein Transporter in eine sitzende Menschenmenge in der Altstadt von Münster. Quelle: dpa
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Münster

Erschüttert beschreibt Frank Moritz (26) die Stimmung in seiner Stadt Münster. Der in Stralsund aufgewachsene Greifswalder schließt in Münster sein Jurastudium ab und war am Nachmittag in der Innenstadt unterwegs. Dort erlebte er in der Nähe des Tatorts, wie die gelöste Stimmung an einem warmen Frühlingstag plötzlich umschlug. „Die Stimmung war sehr seltsam“, sagt er und benutzt das englische Wort „strange“. Die Nachricht von einem möglichen Anschlag verbreitete sich rasend schnell. „Die Leute wussten gar nicht, wie sie sich verhalten sollten – eben waren sie noch ganz normal beim Einkaufen oder saßen in den Cafés. Und plötzlich war überall Polizei, alles wurde geschlossen.“

„Bisher waren Anschläge weit weg, jetzt Münster

Schnell hätten auch Gerüchte die Runde gemacht. Etwa, dass Sprengstoff gefunden worden sei. Das habe die Unsicherheit bei den Menschen noch erhöht. Die Läden und Cafés seien wegen des guten Wetters besonders gut gefüllt gewesen. Es habe auch eine Weile gedauert, bis alle Gäste und Passanten den Ernst der Lage erkannt hatten und den Weisungen der Polizei Folge leisteten. „Es ist sehr seltsam, so etwas in der eigenen Stadt zu erleben, da wo man wohnt“, sagt Moritz. Andere Orte, an denen sich solche schlimmen Dinge ereignet hatten, seien stets weit weg gewesen. Nizza, London, Berlin. Jetzt das beschauliche Münster.

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Von RND/ln

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