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Panorama Schwere Unwetter im Norden: Menschen von Wassermassen eingeschlossen
Nachrichten Panorama Schwere Unwetter im Norden: Menschen von Wassermassen eingeschlossen
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10:33 28.08.2019
Wasser steht nach Starkregen in einer überfluteten Tiefgarage im Hamburger Stadtteil Niendorf. Quelle: Bodo Marks/dpa
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Hamburg

Schwere Unwetter mit Hagel und kräftigen Windböen haben in der Nacht im Norden Deutschlands zahlreiche Wohnungen unter Wasser gesetzt. Betroffen war vor allem die Region Hamburg.

Die Feuerwehr zählte am Dienstagabend schon über 285 Unwettereinsätze, vor allem im Nordwesten der Stadt. Dafür musste die Feuerwehr eingedrungenes Wasser aus Kellern, Wohnungen und Straßenunterführungen pumpen.

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Menschen vom Wasser eingeschlossen

Herabgefallene Äste versperrten zeitweise Straßen und Gleise oder landeten auf Autos und Gebäudeteilen. In einer Gartenlaube habe es aus bisher ungeklärter Ursache gebrannt. Das Feuer konnte allerdings schnell gelöscht werden.

Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, gab es in der Stadt mehrere dramatische Notrufe. Menschen seien von den Wassermassen in ihrem Auto oder Keller eingeschlossen worden. Die Feuerwehr gab später Entwarnung: die Menschen seien nicht akut gefährdet gewesen. Verletzt wurde offenbar niemand.

Auch in Rostock waren mehrere Straßen überschwemmt worden. Keller seien vollgelaufen und Bäume umgekippt, berichtet die Feuerwehr. Im angrenzenden Landkreis kippte ein Baum auf das Gleis der historischen Bahn Molli.

Schwere Unwetter in Thüringen

Auch in Thüringen hat das Unwetter für zahlreiche Einsätze gesorgt: Im Wartburgkreis mussten Einsatzkräfte 19 Mal wegen überschwemmter Straßen oder vollgelaufener Keller ausrücken, wie das Landratsamt mitteilte.

In Eisenach schlug ein Blitz in ein Wohnhaus ein. Verletzte gab es einem Mitarbeiter der Rettungsleitstelle Eisenach zufolge nicht. Das Gebäude fing demnach auch kein Feuer, es entstand lediglich Sachschaden. Einer Sprecherin der Stadt zufolge wurde eine Dachluke und die Elektroanlage des Hauses zerstört.

Mann stirbt bei Unwettern in Japan

Schwere Unwetter gab es auch außerhalb Deutschlands: Sintflutartige Regenfälle hatten im Südwesten Japans für starke Überschwemmungen gesorgt und Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Mindestens ein Mensch starb in seinem fortgeschwemmten Auto, wie örtliche Medien am Mittwoch berichteten.

Ein überschwemmtes Wohngebiet in Takeo, Japan. Quelle: Uncredited/Kyodo News/AP/dpa

Rund 716.000 Menschen in den betroffenen Provinzen Saga, Fukuoka und Nagasaki wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Behörden sprachen von beispiellosen Niederschlägen, die am Morgen (Ortszeit) ganze Straßenzüge überschwemmten. Das japanische Fernsehen zeigte Bilder von Autos, die bis zum Dach im schlammigen Wasser standen.

In Saga auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu stand ein Bahnhof unter Wasser. Stellenweise gingen Erdrutsche nieder, Flüsse traten über die Ufer und überschwemmten Agrarflächen. Die nationale Wetterbehörde warnte vor weiteren Überflutungen und Erdrutschen.

RND/msc/dpa

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