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Panorama Schwules Pinguin-Paar aus Hagenbecks Tierpark brütet Ei aus
Nachrichten Panorama Schwules Pinguin-Paar aus Hagenbecks Tierpark brütet Ei aus
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14:38 09.08.2019
Die schwulen Königspinguine Skipper und Ping in ihrem Gehege im Zoo. Die beiden Pinguin-Männer verhielten sich wie vorbildliche Eltern und wärmten das Ei abwechselnd in ihrer Bauchfalte, sagte der Zoosprecher. Quelle: Karl Broeseke/Zoo Berlin /dpa
Hamburg/Berlin

Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitungen „B.Z.“ und „Bild“ (Freitag). „Die beiden Pinguin-Männer verhalten sich wie vorbildliche Eltern und wärmen das Ei abwechselnd.“

Skipper und Ping sind zehn Jahre alt und siedelten erst im April aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck in die Hauptstadt um. Sie verbringen sehr viel Zeit miteinander und beschützen das Ei nun auch vor Artgenossen. „Gleichgeschlechtliche Pinguin-Paare gibt es auch im natürlichen Lebensraum“, erläuterte Jäger. Das sei im Tierreich nicht ungewöhnlich. In anderen Zoos gebe es ebenfalls Männer-Paare, auch bei Pinguinen.

Pinguine versuchten ihr Glück schon mit Fischen und Steinen

Dass die beiden watschelnden Vogelmännchen Eltern werden möchten, hatten sie schon früher signalisiert. „Sie haben versucht, Fische und Steine auszubrüten“, berichtete Jäger. Das echte Ei haben Pfleger Skipper und Ping Mitte Juli angeboten, weil die einzige Pinguin-Dame in der sechsköpfigen Gruppe in den vergangenen Jahren keinen Erfolg bei der Brut hatte.

Die beiden Männchen begannen sofort mit der Arbeit. „Wir wissen nicht, ob dieses Ei befruchtet ist“, sagte Jäger. Falls ja, würde nach rund 55 Tagen ein Jungtier schlüpfen. In anderen Zoos hätten homosexuelle Pinguine bereits Bruterfolge gehabt, ergänzte der Sprecher. Für Berlin wäre das neu.

Dass sich bei Königspinguinen Männchen und Weibchen abwechselnd ums Brüten kümmern, ist normal. Sie legen sich das Ei dafür auf ihre Füße und stülpen eine Bauchfalte darüber.

Klicken Sie hier, um die besten Bilder zu sehen, die unsere Reporter in den letzten Jahren in Hagenbecks Tierpark in Hamburg aufgenommen haben – von Fußball spielenden Nasenbären über Kamele auf der Straße bis zu Walroß Antje.

Von RND/dpa