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Panorama Starkregen, Sturm und Hagel: Hier drohen heute noch heftige Unwetter
Nachrichten Panorama Starkregen, Sturm und Hagel: Hier drohen heute noch heftige Unwetter
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20:49 28.07.2019
Blitze zucken nachts hinter der beleuchteten Stadt am Horizont in Stuttgart. Quelle: Simon Adomat/dpa
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Offenbach

Nach einer von Rekordhitze geprägten Woche endet der Juli in Deutschland mit moderaten Temperaturen – und teil heftigen Gewittern. Insbesondere im Süden gab es am Sonntag Regenschauer und einige starke Gewitter, für die Nacht sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) weitere heftige Unwetter voraus.

Laut DWD gibt bis Sonntagabend in der Mitte und im Süden Schauer und Gewitter, teils mit Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Örtlich müssen Menschen auch mit Unwettern mit Hagel um zwei Zentimeter Durchmesser rechnen, verbunden mit heftigem Starkregen über 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit und Sturmböen der Stärke acht bis neun.

Auch in der Nacht zum Montag gibt es zunächst noch teils kräftige Gewitter und lokale Unwetter durch Starkregen oder gewittrige Regenfälle. Die Tendenz bis Montagfrüh ist laut DWD nur allmählich abschwächend.

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Auch am Montag Unwetter in Bayern und Ostdeutschland

Die neue Woche startet nach Angaben des DWD am Montag im Westen und Südwesten meist trocken. Auf Gewitter und lokale Unwetter mit Starkregen und Hagel müssen sich die Menschen in Ostbayern und einigen Regionen Ostdeutschlands einstellen. Dort besteht gebietsweise Unwettergefahr. Die Höchstwerte liegen zwischen 25 und 31 Grad.

Der Dienstag bietet dem DWD zufolge bei Werten von bis zu 32 Grad kein einheitliches Bild. So bringt der Tag im Nordosten bei dichter Bewölkung Schauer mit sich. Ansonsten ist es zunächst heiter bis wolkig und meist trocken. Nachmittags dürften es auch im Westen und im Südwesten zu Schauern und Gewittern kommen. Der Mittwoch zeigt sich bei Schauern und Gewittern ebenfalls „nahezu landesweit unbeständig“. Vor allem im Südwesten können längere sonnige und trockene Abschnitte sommerliche Stunden bringen.

Schwere Unwetter am Wochenende in Italien

In einigen Teilen Europas gab es am Wochenende schwere Unwetter. In Italien kamen dabei mehrere Menschen ums Leben. Eine Frau starb in der Nacht zum Sonntag in ihrem Auto, das bei Rom von starkem Wind erfasst und weggeschleudert worden war, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Bürgermeister von Fiumicino, Esterino Montino, berichtete auf Facebook von einem „gewaltigen Tornado“ mit großen Schäden: „Es sieht aus wie auf einem Kriegsschauplatz.“

In der Toskana richteten Unwetter Sachschäden und Überschwemmungen an: Die Provinz Arezzo habe es am schlimmsten getroffen, teilte die Feuerwehr mit. Ein Mann sei gestorben, als er von Schlamm-Massen erfasst worden sei. In den Südtiroler Alpen bei Bozen wurde eine 45-jährige Norwegerin während eines Extremberglaufs vom Blitz getroffen und erlag später ihren schweren Verletzungen.

Flugverkehr in Barcelona wegen Unwetter eingestellt

In mehreren Teilen Österreichs führten Unwetter zu Muren, Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen. Am Samstag war besonders das südliche Bundesland Steiermark betroffen, wo Hagel und Starkregen Keller und Straßen unter Wasser setzten, berichtete der Sender ORF. In Tirol gingen einige Schlamm- und Steinlawinen ab. In Rauris bei Salzburg riss ein Bach eine Brücke weg und beschädigte ein Wohnhaus.

Wegen eines heftigen Unwetters wurden am Flughafen El Prat in Barcelona am Samstagmittag alle Landungen für eine halbe und alle Starts sogar für ungefähr eine Stunde eingestellt. Hinzu kamen Dutzende Flugstreichungen wegen eines Streiks. In der Stadt und in der Provinz Barcelona habe es zahlreiche Überschwemmungen gegeben, berichteten Medien. Viele Bäume wurden durch Windböen entwurzelt.

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Von RND/dpa