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Panorama Tausende gedenken getöteter Holocaust-Überlebenden in Paris
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21:38 28.03.2018
Der gewaltsame Tod der 85-jährigen Jüdin erschüttert Frankreich und erregt weltweit Aufsehen. Quelle: Thibault Camus/ap
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Paris

Tausende Menschen haben in Paris mit einem Marsch der getöteten Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll gedacht und gegen Antisemitismus demonstriert. Unter ihnen waren mehrere Minister der Mitte-Regierung, die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und weitere prominente Politiker.

Wie der Fernseh-Nachrichtensender BFMTV und andere Medien am Mittwochabend berichteten, wurden die Rechtspopulistin Marine Le Pen und der Linksaußenpolitiker Jean-Luc Mélenchon zum Auftakt an der Place de la Nation im Osten der Hauptstadt mit Buhrufen empfangen. Beide Spitzenpolitiker hätten schließlich den Gedenkmarsch verlassen.

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Augenzeugen sahen Le Pen jedoch beim Ende des Veranstaltung vor dem zehnstöckigen Wohnhaus des Opfers im elften Pariser Stadtbezirk. Die Polizei nahm auf Anfrage zur Teilnehmerzahl keine Stellung. Auch in Marseille, Lyon oder Strasburg gab es laut Nachrichtensender Franceinfo Kundgebungen.

Der gewaltsame Tod der 85-jährigen Jüdin erschüttert Frankreich und erregt weltweit Aufsehen. Bei der Trauerfeier für den bei einem islamistischen Terroranschlag getöteten Gendarmen Arnaud Beltrame sagte Staatspräsident Emmanuel Macron, Mireille Knoll sei getötet worden, „weil sie Jüdin war“. Er besuchte auch die Beerdigung in einem Pariser Vorort.

Die Ermittler gehen von einem antisemitischen Motiv aus, zwei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Die Frau war am Freitag tot in ihrer ausgebrannten Wohnung aufgefunden worden.

Der Dachverband der jüdischen Institutionen in Frankreich (Crif) hatte zur der Kundgebung aufgerufen. Verbandschef Francis Kalifat erklärte vor den Marsch, weder Le Pen noch Mélenchon seien willkommen. Er begründete dies im Radiosender RTL mit einer „starken Vertretung von Antisemiten sowohl bei der extremen Linken wie bei der extremen Rechten“. Der Sohn der getöteten Frau, Daniel Knoll, hatte hingegen gesagt, es könnten alle kommen.

dpa

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